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THEMA: Bassmängel wegen Impedanz?

Bassmängel wegen Impedanz? 14 Okt 2017 22:35 #1

  • thorsten
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Hallo zusammen,

lange nichts mehr geschrieben... Ich war etwas geistig weg vom Thema, lese aber seit ein paar Wochen wieder mit und werde mich auch noch updaten B)

Ich habe bei meinen Selbstbauboxen (2x TIW200XS in 60L CB) immer ein Kickbassproblem.
Ich habe mit einem Versuchsgehäuse schon mal fest gestellt, daß es ein bißchen auch an der LS-Position liegt: 15cm weiter vorne habe ich 5dB mehr im relevanten Bereich.

Nun ist mir gestern beim erneuten Studium des Berichtes der "Todo" in der k+t eine ganz andere Idee gekommen: Die Einbau-Impedanzspitze der Bässe.

Gesagt, getan und mal mit REW gemessen. Anbei das Bild. Die Impedanzspitze ist bei 51 Hz mit 22 Ohm, normal sind ca. 3,5 Ohm.
Es ist keine (!) Frequenzweiche vorhanden, da ich aktiv in der Vorstufe bei 160Hz mit 18dB trenne (nicht ganz richtig: ich habe einen Hochpass-Kondensator drin, Timmi's Lieblingsspielzeug. Daher der Anstieg unterhalb 40 Hz).
Die Endstufe ist eine Proceed AMP3, die sollte mehr als genügend Leistung haben (ca. 250W @ 4 Ohm).



Aber trotzdem die Frage: kann es sein, daß diese hohe Spitze m.E. die Leistungsaufnahme der Bässe beschränkt und dadurch ein "Powerloch" entstehen kann? Oder bügelt das die Endstufe aus?

Wäre toll, wenn mir jemand das erklären könnte :side:

Schönen Gruß

Thorsten
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Bassmängel wegen Impedanz? 15 Okt 2017 17:39 #2

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Was du da gemessen hast ist die Einbauresonanz fc, die in (fast) jedem geschlossenen Gehäuse auftritt.
Bevor ich jetzt wieder eine halbe Enzyklopädie dazu schreibe, verlinke ich das Thema mal lieber:

www.selfmadehifi.de/tsp.htm

Aber trotzdem die Frage: kann es sein, daß diese hohe Spitze m.E. die Leistungsaufnahme der Bässe beschränkt und dadurch ein "Powerloch" entstehen kann? Oder bügelt das die Endstufe aus?

Nein, wie ich oben schon erwähnt habe. Da ist schon eher der HP-Kondensator die Bremse im System. Das allein reicht aber als Erklärung auch nicht aus.
Ich finde auch 60Liter für beide Chassis sind etwas wenig, und die Leistung der Endstufe ist auch schon im Grenzbereich, da das vermutlich 8 Ohm Chassis sind und somit nur die halbe Leistung an der Endstufe verfügbar ist.

Die Position des Subs ist aber vermutlich die mit weitem Abstand größte Problematik.
Wie sieht es denn mit der Akustik im Raum aus ?

Gruß
Junior
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Bassmängel wegen Impedanz? 18 Okt 2017 23:28 #3

  • thorsten
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HAllo Junior,

entschuldige für das späte Antworten, mein PC will gerade nicht so wie ich will....
Danke für den Link!
Mir war klar, daß es die Einbauresonanz ist. Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt: könnte eine Impedanzlinearisierung, die bei Röhrenverstärkern gerne realisiert wird, auch bei normalen Verstärkern helfen.

Zu meinen Bedingungen: der Raum ist 6x4,4m, die Boxen stehen 90cm von der Rückwand und 90/110cm von der Seite weg. Es sind die Bässe der Mains, keine Subwoofer .
Die Gehäusegröße und der HP-Kondensator wurden vorab simuliert, da schaut es ganz gut aus B) , ohne Kondensator klingt es übrigens deutlich schlechter.




Schönen Gruß

Thorsten
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Bassmängel wegen Impedanz? 19 Okt 2017 15:32 #4

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Es sind die Bässe der Mains, keine Subwoofer .

Das ist eine ziemlich wichtige Info, die etwas spät kommt. :dry:
Dann bleibt noch die Frage, ob eine passive Weiche verbaut ist.
Das sah im ersten Bild (Impedanzverlauf) nämlich nicht so aus.

Bei der Impedanzkorrektur muß man festlegen was man korrigieren möchte:

Die Induktivität der Schwingspule, die Grundresonanz oder beides.
Ich hab dir freundlicherweise mal simuliert wie die Korrektur bei Parallelschaltung der TIW aufgebaut sein sollte:





Testen mußt du das schon selbst. :woohoo:
Normalerweise bringt eine solche Korrektur aber nur etwas an Schrottverstärkern oder Röhren, weil beide einen höheren Ausgangswiderstand haben.
Meine Erfahrung dazu: Je höher der Dämpfungsfaktor eines Amp, desto geringfügiger der Unterschied.

Gruß
Junior
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Bassmängel wegen Impedanz? 19 Okt 2017 17:31 #5

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Hallo Junior,

klassischer Fall von einander vorbei reden :sbier:

Es ist keine Weiche verbaut, nur der HP-C.
Vielen Dank für die Simu! Ich habe es auch versucht, war zwar irgendwas, wollte ich aber mangels Erfahrung nicht 1:1 umsetzen...
Ja, eigentlich sollte der Verstärker es nicht brauchen, sonst wären die 12 kg/Kanal etwas umsonst :ah:

Ich werde es mal ausprobieren und melde mich wieder.

Schönen Gruß

Thorsten
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Bassmängel wegen Impedanz? 23 Okt 2017 22:08 #6

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Hallo zusammen,

Jetzt wird es etwas peinlich: es waren gar nicht die Boxen... :P
Ich habe irgendwie bei der Soundkarte aus Versehen die Ausgänge falsch angewählt. Dadurch wurden beide Basssignale auf jeweils beide Boxen ausgegeben, sozusagen Mono-Wiedergabe. :silly: Haken rausgenommen und schön klingt es wieder deutlich besser! Außerdem mal wieder Acourate drüber laufen lassen, immer noch leichte Bassmängel, aber definitiv der richtige Weg!
Werde trotzdem das mit der Impedanzkorrektur noch probieren, Bauteile sollte ich da haben.

Schönen Gruß

Thorsten
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Bassmängel wegen Impedanz? 28 Okt 2017 12:14 #7

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Danke für Deine Rückmeldung wegen der "Fake News".
Ich stecke da nicht so tief in der Materie und hätte daher (Zum Glück :byebye: ) nichts sinnvolles zum Thema beitragen können.

Hast Du Dein Heimkino aktuell mit Acourate und einem Concolver mit 5.1 in Betrieb?
Letzte Änderung: 28 Okt 2017 12:16 von Latenight.
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Bassmängel wegen Impedanz? 29 Okt 2017 00:20 #8

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Hallo Andi,

Ja, manchmal verliert man kurz den Überblick....
Ich habe 3 Setups, in Jriver Zonen genannt:
-pur: alle Boxen werden 1:1 mit dem Quellmaterial versorgt.Alles mit den Jriver-Bordmittel betrieben, also Raum-und Pegelkorrektur, Teilaktivierung von LCR und Rears mittels Hoch/Tiefpass, dazu PEQ nach REW-Messung für Sub(s) ( die 2 hinteren sind mit einem Behringer DSP110 im 12 ms verzögert, empirisch mit rew ermittelt)
- korrigiert: auch alles 1:1, aber komplett mit Faltung/Acourate

Man kann somit toll umschalten und vergleichen und somit auch die Bass-Armut, die ich bei Acourate immer habe nach und nach mit Anpassung der Target-Kurve optimieren

- 7.4 voll: Standard für Video, quasi Jriver Version von Prologic, auch mit Acourate

Schönen Gruß

Thorsten
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