Neue Lautsprecher für das totale improvisierte Wohnzimmerkino

  • Ich starte mal meinen eigenen Fred zum Bau meiner neuen 7.2.2 Konfiguration.

    Erste Messmuster sind da, der Rest kommt im Februar.


    Vorhaben ist eine heimkinotaugliche Wohnzimmeranlage mit einem an der Rückwand aufgestellten Sofa wie es sehr häufig vor kommt. Zudem sollen die einzelnen Lautsprecher auch breitbandig nutzbar sein falls sich die Wohnräume später ändern und die Lautsprecher an anderen Positionen eingesetzt werden.


    4 Deckenlautsprecher sind oft nicht machbar wie auch bei Mir, 2/3 oder 50% Sitzposition auch nicht. Bestückung für 2 weitere Deckenkanäle ist allerdings noch rechtzeitig beschafft worden und Ich könnte später noch auf 4 erweitern.


    Nach einigen fliegenden Testaufbauten mit Lautsprechern habe Ich Mich für ein 7.2 Setup entschieden mit 2 Frontwoofern die später auch zu einem günstigen DBA erweitert werden kann.


    Als Grundlage für die Hauptebene dienen die JS-Speaker von Jochen da Sie von Allen zugänglichen Bauplänen im Netz den besten Spagat darstellen. Sie werden erweitert und an meine Bedürfnisse angepasst. Auch der WAF spielt in normalen Wohnzimmern mit den größten Faktor, und selbst Ich möchte in einem solchen Raum "Wohnen" und mein Vorhaben ist optisch schon sehr grenzwertig.


    Zudem soll die Front als Fullrange laufen um auch im Stereobetrieb auf einem hohen Niveau zu spielen! Und eines der Hauptprobleme in der jetzigen Situation ohne jegliche Akustikmaßnahme des Raumes ist der extrem sich verändernde Bass je nach Hörposition und der insgesamt schwammige Bass der zu 50% vom Raum verursacht wird! Auch ein Grund bei den Tieftönern auf möglichst trockene Kickbässe zu setzen. Treiberwahl ist allerdings noch nicht endgültig und kann während der Tests noch abweichen.


    Im Februar beginnen die Testmessungen der HCS-OW und der HCS-LSB in Testgehäusen, wobei Ich versuche den gummigelagerten Sica der LSB gegen einen mit Leinensicke zu tauschen damit der Tiefton noch punchiger kommt. Im Auge habe Ich den Sica 10S3CP

    Die Testmessungen sowie Weichenänderungen werden hier dokumentiert.


    Die 2 großen Standboxen vorne werden eine 3-Wegebox die an der LSB angelehnt sind aber in der Höhe auf ca. 1,2m gestreckt werden um mit dem Limmer 630 auf Ohrhöhe zu kommen. Die Bassreflexöffnung wird messtechnisch mit ermittelt um die Positionierung zu bestimmen, was auch aus optischen Gründen geschieht.

    Versehen werden die Standboxen zugleich mit einem 12" Seitenwoofer (oder auch als Frontwoofer) in einem abgetrennten geschlossenen Gehäuse um Mir extra Woofergehäuse zu ersparen. Auch Appolitoanordnungen der Tieftöner mit 2x Sica 8S2,5CP stehen im Raum, wird sich beim Testen zeigen.


    Der Center "soll" eine symetrische liegende Variante werden mit Limmer 630 und 2x 6" oder 8" Tieftönern um eine annehmbare Optik zu erreichen. Mit welchen Treibern der Center versehen wird, zeigt sich bei den Testmessungen, da Ich schon Vorstellungen für die Optik habe.


    Die HCS-OW als Grundlage wird als seitlicher Surround eingesetzt in einer schaltbaren Dipol/Bipol/Direct Variante um ohne Dämmung und "Sofa an der Rückwand" den bestmöglichen Sound zu erreichen.


    Die Back-Surround sind umgebaute Cinetor mit 2 Hochtönern im 60Grad Winkel in einem geschlossenen Trapezgehäuse die hinter den Kopfstützen des Sofas an der Rückwand hoch spielen. Auch diese sind schaltbar zwischen Dipol und Bipol.


    Auch die 2 Deckenkanäle sind normale Cinetor, allerdings auch als geschlossene Version in einem angepassten Gehäuse.


    Die BS und die Deckenkanäle werden als erstes fertig da diese schon fertig entwickelt sind und als Rohzuschnitt da liegen. Diese werde Ich ab ende Januar zusammenbauen und ein paar Bilder hier rein stellen.


    Hier mal die ersten Bilder vom Weihnachtsmannbesuch und die ersten Zeichnungen wie es werden könnte.


    Wer Tipps, Ideen, Verbesserungsvorschläge hat kann sich hier gerne beteiligen! Wer umsetzbare eigene Ideen hat kann Sie gerne äußern, Ich versuche Diese dann beim Messen und Testen zu berücksichtigen bzw. mit zu erfassen.

  • Hier vorab schon die Back-Surround Bipol Messungen mit 2 verschiedenen Weichen. Final wird Weiche 3 (schwarz) verwendet. Blau ist der Cinetor mit Originalweiche wie von Alexander Heißmann entwickelt.


    100% Phasengleich im Übergangsbereich, wobei sich hier noch ein Phasenabweichler durch den Versatz des SEO der 2 Hochtöner einmogeln wird der aber nicht hörbar ist da der Schall dieser Box nie direkt ans Ohr gelangt sondern über Reflektionsflächen und der Raum selbst viel größere akustische Schweinerein einbaut als 10Grad Phasenversatz zwischen den Treibern.


    Im F-Gang des Hochtöners kann man auch den Einfluss der Weiche sehen. Blau ist Cinetor original auf Achse, Rot und Schwarz jeweils als Bipol mit der dazugehörigen Weiche. Finale Messungen auch als Dipol werden nachgereicht wenn die Gehäuse fertig sind.


    Die GP Messung zeigt die Bodenmessung ohne Reflektion des echten Bassverlaufes der Box im Freifeld. Nur eine solche Messung ist ausschlaggebend um einen Bassverlauf zu ermitteln! Mann kann auch eine Nahfeldmessung der Membrane und des BR-Port machen und diese zusammenfügen, aber das passt nie 100%. Eine Freiluftmessung per Stativ ist unterhalb von 200hz nicht mehr aussagekräftig.


    Das ist auch der Grund warum die HCS-OW fertig verbaut "tiefer" klingen als Jochen seine Messung vermuten lässt da bei solchen Messungen keinerlei Roomgain einbezogen wird und auch einige Auslöschungen sowie Reflektionen mit gemessen werden da die Wellenlängen unter 100-150hz so lang sind das ein passender Freifeld-Messaufbau kaum noch zu realisieren ist.


    Grün ist die Cinetor als Bassreflex bei 2,83V/1m und Lilla geschlossen. GP-Messungen sind immer 6db lauter, also beim Pegel bitte 6db abziehen.


    Geschlossen zeigt einen deutlich flacheren und lineareren Bassabfall, wodurch auch der SP-6 punchiger klingt und durch die direkte Deckenmontage und Wandabstrahlung der Bassbereich unter etwa 250hz mit +3 bis +6db angehoben wird ergibt sich ein direkterer und homogenerer Bass.

    Bassreflex bringt dazu noch Reflektionen und Modenanregungen durch den Port selbst die bei geschlossenen Gehäusen nicht existent sind!


    Im Bereich 70-100Hz ist bei der Originalbox auch eine Senke zu erkennen, das kommt durch ein zu großes Gehäuse und zu tiefes Tuning. Ein akustisches Problem von vielen "Hifiboxen" wo versucht wird aus kleinen Treibern viel Tiefbass zu holen! Besser währe ein um 2 Liter kleineres Gehäuse mit 5-10hz höherem Tuning. Dadurch währe der Bass knalliger und mehr "auf den Punkt" und nicht mehr so "schwammig" Diese Mogelei ist gerade im Hifibereich fast der Standart und reduziert durch erhöhten Membranhub unterhalb des Tunings den erreichbaren Maximalpegel sofern kein passender HP verwendet wird.

  • Weiter gehts mit den ersten Rohgehäusen. 2x Atmos für die Decke und 2x Dipol als Backsurround.


    Die Gehäuse werden jetzt noch fertig geschliffen und gefräst, dann mache Ich noch Farbproben mit gefärbten Hartwachsöl von Lignocolor da die Hauptebene eine Front aus Baubuche bekommt und die unterschiedlichen Holzarten am ende farblich zusammenpassen sollten. Die Atmos bekommen große Fasen und werden weiß da es ja in einem Wohnzimmer verwendet wird und die "Kästen" möglichst nicht auffallen sollen.


    Die gelaserten Schablonen für die Limmerhörner und die passenden Negative sind auch fertig. Da die Hörner Handarbeit sind, sind Sie leider nicht maßhaltig und so wird es nichts mit dem einfräsen und einem gleichbleibenden Spalt. Demnach werden alle Hörner mit einer Untermaßschablone auf eine einheitliche Außenkontur gebracht die dann mit dem Negativ mit 0,5mm Übermaß in die Schallwände vertieft werden.


    Die Testmessungen werden auf April verschoben da die 10" TT aktuell nicht lieferbar sind, und Ich eine kuriose Idee beim Center habe aber nicht weis ob das überhaupt funktioniert. TT für den Center werden 2x Beyma 6P200ND in 16Ohm. Ich habe leider die 2 letzten verfügbaren abgegriffen, denn in der 16Ohm-Variante wird er nicht mehr produziert. Von allen Beyma 6ern hat Dieser die besten Parameter. Auch bei der OW wird statt dem 6er FE die ND Neodyvariante genutzt. Ist zwar deutlich teurer, aber die Preise bei Beyma sind eh schon Apothekenpreise, da kommt es bei dem ohnehin teurem System auf die 100€ auch nicht mehr an. Der Neodym ist Messtechnisch nahezu 1:1 mit dem FE tauschbar, hat 1mm mehr Xlin und den etwas besseren Parametersatz.

    Zudem wird der B&C DE360 mit vermessen, um später eine Ausweichmöglichkeit beim Hochton zu haben. Der DE360 ist "noch" bezahlbar und aktuell einer der besten Hochtöner am Markt.


    PS. Danke an Jochen der Mir mit gelegentlichen Tipps zur Seite steht!

  • Alle Limmerhörner mit der gleichen Außenkontur. und teils bestückt für die ersten Testmessungen.

  • Kurzes Update, Ich bin noch am Farbe testen für das Finish. Neben zahlreichen farbigen Hartwachsölen der Hersteller "Lignocolor" und "Oli Natur" werde Ich jetzt auch noch Beize von Clou zusammen mit Klarlack testen. Ich möchte einen "Holzton" und die Maserung sehen.

    Lignocolor ist meiner Meinung nach das beste, da es relativ dünnflüssig ist und nach 15 Minuten schlierenfrei und ohne Klebrichkeit abgewischt werden kann und sofern das Tuch nicht zu steif ist auch die Farbpigmentierung gut wird. Oli Natur ist etwas dickflüssiger, färbt auch gut ein, lässt sich aber schwieriger abwischen was gerade bei weiß zu viele Pigmente runter wischt. Anschliff bei weiß am besten nur mit 180 damit mehr Pigmente hängen bleiben. Bei den dunkleren Farbtönen geht auch 240.


    Atmos und Backsurroundgehäuse sind fertig vorgeschliffen und gefräst und warten auf das Finish, wobei die Backs (Dipole) vorher noch im Rohgehäuse im Laufe des Monats vermessen werden. Die 2 Löcher unter den Treibern sind zum befestigen an der Decke damit Ich keine "Ohren" überstehen habe. Die anderen Löcher sind für die +/- Buchsen und den Wahlschalter für den Betrieb, dazu später mehr.

    Tieftöner für die Front sind bestellt, und die Front wird direkt nach Lieferung auch vermessen damit der Schnittplan zum Schreiner gehen kann. Der Testcenter ist auch vorbereitet, da kommen die Bilder am Tag wenn Wir Ihn vermessen. Bin echt gespannt ob das funktioniert!

  • Bei der Beize musst du halt schauen das du einen relativ gleichmäßigen Auftrag erreichst, sonst kann es zu Farbunterschieden kommen.

    Trotzdem kann man damit wenn eine Farbanpassung an andere Möbel erreicht werden soll die besten Ergebnisse erreichen, denn die Beizen kann man mischen falls nötig.

    Ein guter Klarlack drauf kann durchaus sinnvoller sein als Öle, aber das kommt darauf an wie und ob die Lautsprecher geputzt werden im Alltag, angefasst werden sollen usw..


    Denn L11 Aqua Clou Holzlack seidenmatt z.B., ist wasser, fett und chemikalienbeständig, kann also mit handelsüblichen Reinigern in Kontakt kommen, und auch das "Fett" der Hände macht nichts aus,

    das nur zur Info.

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