Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA: Wohnzimmerkino optimieren, ganzheitliche Hilfe

Wohnzimmerkino optimieren, ganzheitliche Hilfe 02 Nov 2018 14:15 #1

  • Keya
  • Keyas Avatar
  • Offline
  • User
  • Beiträge: 8
Hallo zusammen, nachdem ich mich unter "neue Member" vorgestellt habe,
möchte ich euch mal meine Technik vorstellen, den Raum erklären und meine Fragen stellen.
Füge auch mal eine ambitionierte Skizze bei:-) Seht es mir nach, ist mein erster Versuch :)

Technik:
Sony 75XE9405 (riesige Fläche, akustisch leider suboptimal)
AV Receiver: Marantz SR6010
2 Kanal Zusatzverstärker Höhenkanäle: SMSL SA-50
Zuspieler: Cambridge CXUHD Bluray Player, XBOX One X
Front LS: Klipsch RP-250F
Center: Klipsch RP-440C
Surround: Klipsch R-14S
Subwoofer: 2 x Klipsch R-12SW
Deckenlautsprecher: 4x Speakercraft IN6-100

Das ganze läuft als 5.2.4 System und ist bis auf die unten beschrieben Raummoden ein für mich tolles
System in der etwas gehobeneren Einsteigerklasse.

Meine bisherigen versuche den Raum akustisch zu optimieren lassen sich in einem Satz erklären.
Ich habe an meiner Rückwand eine 3m breite und 1m hohe Naturholzverblendung angebracht. Diese fängt bei ca 1m höhe an und endet ca. 35cm unter der Decke.
Später gerne auch ein Bild davon. Sie besteht aus sehr willkürlich breiten und tiefen Holzriemchen die
bis zu 5cm in der Tiefe variieren. Habe mir eine Diffuse Wirkung davon versprochen.

Nun habe ich mir jede Menge Basotect verschnitt bestellt und dachte mir testweise folgendes:

Je Frontlautsprecher eine dahinterliegende Rahmenkonstruktion mit 6cm Wandabstand. Basotect selbst ebenfalls 6cm dick. Ich kann hier auch auf 12cm aufdoppeln.
Weiterhin eine queerliegende Platte hinter dem breiten Center. Da der Raum zur einen Seite offen steht, wollte ich den ersten Reflexionspunkt
an der Wandseite mit einem Absorber in 5-10cm Dicke mit dem entsprechenden Abstand zur Wand montieren um die frühen
Reflexionen dieser etwas zu lindern. Ich weiß nicht ob ein Diffusor hier besser wäre. Ein Teil der Reflexionen gehen sicher zum
Fenster. Davor kommt aber noch eine dickere Gardine. Zur Zeit hängt da eine sehr dünne die kaum wirken kann.

An der Decke wollte ich ebenfalls 9cm dicke Basotectplatten mit Montageabstand, für die erste Reflexion der gesamten Front anbringen.
Über und unter dem breiten Diffusor an der Rückwand hinter der Couch dann ebenfalls dickere Basotectplatten. Evtl. die 20cm dicken Platten
über Eck und den Hohlraum mal mit Basotect ausfüllen. Oder...
in die Zwei Ecken hinten Kantenabsorber mit 30 bis 40cm Seitenlänge. 100cm hoch. Eventuell in die oberen Ecken Basotect Würfel.
Aus optischen gründen kann ich die Eckabsorber nicht Deckenhoch anbringen. Rechts von der Couch ist leider auch ein
vorstehender Kaminschacht. Dort sind also 2 Ecken sozusagen. Werde aber noch Bilder nachsteuern.

Alle Rahmen mit dem Basotect würde ich aus optischen Gründen mit Stoff beziehen.
Das nun zu meinem Vorhaben bisher.

Ziel ist die Nachhallreduzierung, welche derzeit nicht so wild ist, da ich aktuell noch eine
riesige und dick gepolsterte Sitzlandschaft aus Stoff habe. Quasi 3,60x1,50. Diese kommt aber bald weg. Es kommt dafür
eine Polstercouch von ca. 220x80cm. Ein einfacher 3,5 Sitzer aus Samt und 2 einzelne Polsterstühle. Es wird danach sicher an Nachhall zunehmen.
Der Fußboden bekommt einen 2,8x2m Teppich.

Summa sumarum... erhoffe ich mir insgesamt die Frequenzen ab 80-100Hz dämpfen
zu können ohne das es am Ende überdämpft wirkt. Der Fußboden besteht übrigens aus altem Parkett. Darüber liegt 5mm Trittschall
und Laminat. Die Decke ist aus Rigips 15mm stark. Darüber waren ca. 15-20 cm Hohlraum zum Obergeschoss, welchen ich mit Steinwolle ausgefüllt habe als ich den Dachboden ausgebaut habe.

Ach ja, ich kämpfe natürlich mit Raummoden bei grob 45, 65 und 75 Hz. Richtig messen kann ich derzeit leider nicht. Habe keine Software und auch kein anständiges technisches Equipment. Ich habe bisher nur das Auddysey XT32 des Marantz
genutzt und die Werte mit einem Frequenzgang Video aus Youtube per gehör ermittelt.

Ich wäre sehr dankbar über Tips, Verbesserungsvorschläge usw.
Was kann ich mir sparen, was würdet Ihr vorschlagen? Am liebsten wären mir Tips mit denen ich meinen vorhanden Platten verwenden kann.

Besten Dank im Voraus
Gruß

Letzte Änderung: 03 Nov 2018 11:24 von Latenight.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Wohnzimmerkino optimieren, ganzheitliche Hilfe 03 Nov 2018 00:20 #2

  • Usel20
  • Usel20s Avatar
  • Offline
  • User
  • Beiträge: 1370
  • Dank erhalten: 235
Man merkt auf jeden Fall, dass du dich mit dem Thema Akustik bereits beschäftigt hast. Der Raum ist duech die grosse Öffnung und die Fensterfront natürlich nicht ganz einfach, aber eben ist ja auch ein wohnzimmer und da muss man meist einige Abstriche machen.

Die Planung hört sich sehr stimmig an. Damit kannst du auf jeden Fall loslegen. Im seitlichen Frontbereich solltest du auf jeden Fall mit einem Absorber und nicht mit einem Difusor arbeiten. Die fehlende Wand ist ja auch eher ein Absorber.

Ich würde jeden Veränderungsschritt durch Messungen überprüfen, dann siehst du auch direkt, ob die Massnahme entsprechend deinen Erwartungen funktioniert..
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Keya

Wohnzimmerkino optimieren, ganzheitliche Hilfe 03 Nov 2018 01:27 #3

  • Keya
  • Keyas Avatar
  • Offline
  • User
  • Beiträge: 8
Hallo und danke für die erste Rückmeldung Usel.
Dann bleibe ich bei der Wand an der Front mit meinem Vorhaben dort einen Absorber zu platzieren.

Das schöne an Basotect ist wenigstens, man kann alles mal grob hinstellen und provisorisch gegenchecken bevor man aufwendig die Rahmen dazu baut.

Wie verhällt es sich eigentlich mit der Decke direkt
über der Hörposition? Ich kann mir vorstellen das an dieser Stelle Diffusoren Sinn ergeben. Sicherlich absorbiert die Couch und der Teppich einen Teil der auftreffenden und höherfrequenten Höhenkanäle. Aber ich überlege ob eine Reihe Diffuser den Effekt der Höhenkanäle nicht günstig beeinflusst. Falls ich da keinen Denkfehler habe... sollte es dadurch klanglich an höhe bzw. Klangtiefe gewinnen. Ähnlich wie bei einer verbreiterung der Klangbühne auf horizontaler Ebene.

Falls das also passt... wie nah kann man den Deckenlautsprechern kommen ohne den Direktschall zu früh zu verstreuen?


Von mir aus kann der Postbote langsam klingeln, dann nerve ich nicht so viel mit newbie Fragen :side:
Letzte Änderung: 03 Nov 2018 01:35 von Keya.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Wohnzimmerkino optimieren, ganzheitliche Hilfe 03 Nov 2018 08:15 #4

  • macelman
  • macelmans Avatar
  • Offline
  • Administrator
  • Beiträge: 2523
  • Dank erhalten: 551
Hallo Keya

Ein paar Vorschläge:
Die Maßnahmen hören sich sehr stimmig an. Links bei den absorbern für die erstreflexion würde ich mit der Spiegelmethode arbeiten.

www.heimkino-praxis.com/reflexionspunkte-berechnen/

Die subs würde ich auf vorne und hinten verteilen 1/4 Raumbreite diagonal wenn das geht.
Der rechte offene Bereich bereitet etwas sorge wenn man ein Stereodreieck realisieren möchte.
Wie wäre es mit einem Vorhang aus schwerem Stoff, z.B. Molton um die erstreflexion rechts in den Griff zu kriegen?

Diese Lösung finde ich auch sehr gut

VG Jochen
Letzte Änderung: 03 Nov 2018 09:40 von macelman.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Keya

Wohnzimmerkino optimieren, ganzheitliche Hilfe 03 Nov 2018 11:35 #5

  • Latenight
  • Latenights Avatar
  • Online
  • Administrator
  • Beiträge: 10310
  • Dank erhalten: 918
Mir gefällt das Stereo Dreieck nicht sonderlich. Im Vergleich zum Abstand der Lautsprecher ist der Hörabstand sehr weit weg.
Kannst Du mit der Sitzgruppe nicht noch weiter nach vorne rücken? Dann sitzt Du auch nicht so im Druckmaximum.
Dann die Mainlautsprecher weiter aus den Ecken ziehen und links mit einem dicken Vorhang die frühen Reflexionen bedämpfen.

In diesem Zusammenhang kannst Du dann auch gleich noch über zwei weitere Klipsch RP-250F als Surround für ein gutes 5.1 nachdenken. :byebye:

Ich bin kein großer Freund von Deckenreflexionen. Das kann bei Musik noch passen aber bei Film wirkt das manchmal unnatürlich.
Hall- und Rauminformationen werden ja von den Rear Kanälen wiedergegeben. Die Decke bietet durch Ihre große Fläche eine gute Möglichkeiten die NHZ zu reduzieren.
Letzte Änderung: 03 Nov 2018 12:06 von Latenight.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Wohnzimmerkino optimieren, ganzheitliche Hilfe 03 Nov 2018 12:02 #6

  • Keya
  • Keyas Avatar
  • Offline
  • User
  • Beiträge: 8
Danke für die Links. Die Idee mit dem Vorhang finde ich persönlich auch gut. Das Ergebnis wäre zwar wieder akustisch unsymetrisch, aber besser als vorher. Hatte sowas in der Vergangenheit schon im geistigen Auge durchgespielt... wenn alle anderen Maßnahmen vollzogen sind, muss ich schauen, ob ich mich mit den Kompromissen abfinde oder meine Garage zum Kino umbaue:)
Ich wollte schon in meinem Wahnsinn ein Gartenhaus als Kino bauen. Ist alles nicht vom Tisch. :)
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Wohnzimmerkino optimieren, ganzheitliche Hilfe 03 Nov 2018 12:13 #7

  • Keya
  • Keyas Avatar
  • Offline
  • User
  • Beiträge: 8
Ja da gebe ich dir Recht Latenight. Deswegen stehen die Fronts auch so weit auseinander. Mein Sitzabstand beträgt derzeit 450cm. Hab versucht, das beste aus dem Raum zu holen.

Eine neue Couch ist ja bestellt und lässt sich auch besser in den Raum stellen. Dann werde ich soweit wie möglich vorrücken und auch die Front aus den Ecken nehmen können. Muss aber sagen, dass die Klipsch leicht eingewinkelt, eine sehr gute Bühne inkl. Phantommitte abgeben. Bin sogar überrascht gewesen, dass die das trotz der ungünstigen Aufstellung so hinbekommen.

Die RP250F für hinten wären schon sehr geil :respect: Ich muss das alles strategisch angehen... nachdem die riesen Couch weg ist und die wesentlich kleinere den Raum größer wirken lässt, hätte ich einen Moment der Verwirrung für den General geschaffen. Dann schlag ich zu.

Ich frage mich seit paar Wochen auch, ob ich nicht die Vorserie nehmen könnte, da diese die Bassreflex Öffnung vorne haben. So könnte ich die Rear Standlautsprecher hinten näher ab die Wand stellen. Dachte da an die R24F. Die fallen auch nicht so gross aus. Der richtige Pendant wäre zwar der R26F... aber dann würde ich eher die RP250F nehmen bevor ich die 26f nehme.
Letzte Änderung: 03 Nov 2018 12:27 von Keya.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Ladezeit der Seite: 0.141 Sekunden
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok