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THEMA: Absorber und Wandabstand

Absorber und Wandabstand 01 Okt 2019 13:37 #21

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FoLLgoTT schrieb:
Es darf nicht vergessen werden, dass Absorber einen akustischen Widerstand darstellen. Das heißt, je nach Wellenlänge beugt sich ein Teil des Schalls um den Absorber und er wird teilweise unwirksam. Ich konnte das im Bassbereich damals praktisch nachvollziehen. Eine 60 cm tiefe (aber nicht deckenhohe) Wand aus Sonorock war mit Wandabstand deutlich weniger effektiv als direkt an der Wand. Wenn sie dagegen außenherum zum größtenteils abgeschlossen war, änderte sich das Bild.

Ich würde daher Absorber nie mit Wandabstand bauen, wenn es nicht wegen Schimmelgefahr unbedingt notwendig ist.

Das deckt sich aber nicht mit meinen Erfahrungen und meinen Messungen und auch nicht mir den Simulationsrechnern und der bekannten Excel-Tabelle.

Dort sind 10+10 fast so effektiv wie 20cm an der Wand.
Bis du sicher das das nicht was anderes war?

Die Messreihe dazu habe ich noch bei Interesse...
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Absorber und Wandabstand 01 Okt 2019 13:49 #22

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Grundsätzlich wird das schon so in etwa sein, eine extrem wichtige Sache vergisst du leider.
Und zwar desto niedriger der Strömungswiderstand ist, desto dicker muss der Absorber sein um den selben Effekt zu haben, dafür wirkt er dann aber auch Breitbändiger.
Das deckt sich mit den Erkenntnissen die du gemacht hast. Nämlich dass Sonorock erst ab ca. 40-50 cm richtig interessant wird.

Und so gering ist der Unterschied gar nicht, in deinem Beispiel erhöht sich der Absorptionsgrad von ca. 0,25 auf ca. 0,35 bei 20 Hz, das sind immerhin 40% mehr, klar wird der Vorteil geringer je höher die Frequenz und somit auch der Absorptionsgrad. Im Großen und Ganzen macht es aber schon einiges aus.

Gruß Jan.
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Absorber und Wandabstand 01 Okt 2019 21:33 #23

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Hi Jan,

das stimmt sicherlich so alles, ich hatte aber bei 300 % mehr Materialeinsatz und 300 % mehr Gewicht (Edit: Ergänzung: es sind sogar 900% mehr) einfach einen doch deutlich größeren Unterschied erwartet.
Alles auch immer eine Frage der Sichtweise :sbier:

Viele Grüße
Theoden
Letzte Änderung: 02 Okt 2019 08:19 von Theoden.
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Absorber und Wandabstand 01 Okt 2019 23:21 #24

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Theoden schrieb:
ich hatte aber bei 300 % mehr Materialeinsatz und 300 % mehr Gewicht einfach einen doch deutlich größeren Unterschied erwartet.

Das stimmt, der Materialunterschied ist schon enorm.
Aber am Ende ist es sicher auch eine Preisfrage, da macht wenn ich im Kopf richtig überschlage bei deiner Rechnung trotzdem das Sonorock das Rennen und ist sogar besser im Absorptionsgrad ;)
Für MICH ist das der Grund, warum ich Sonorock genommen habe, das bisschen einpacken macht mir nichts aus, da fänd ich es schwerer, das Basotect mit entsprechendem Wandabstand aufzustellen.

Gruß Jan
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Absorber und Wandabstand 02 Okt 2019 07:52 #25

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Stimmt, je nach Einbausituation gibt es dann auch noch unterschiedliche Präferenzen.

Ergänzend dazu zu meinem Verständnis noch einmal folgende Frage:

Angenommen ich platziere 20 cm Basotect mit 30 cm Abstand vor der Wand.
Davor zur Rauminnenseite einen Diffusor, entweder aus Holz/MDF oder EPS, Bautiefe des Diffusores wäre ca. 25 cm.

Hat dieser Diffusor auf einen Einfluss auf die Wirkweise des Absorber dahinter?
Auch dieser wird ja minimal absorbieren in bestimmten Frequenzbereichen aber wird die Wirkung des Basotect entscheidend abgeschwächt?
Dabei interessiert mich zunächst einmal eigentlich nur die Wirkung des Basotect im Bassbereich unterhalb der Schröderfrequenz meines Raumes, sagen wir mal unter 120 Hz, da es mir zunächst um die Rückwand geht.
Die Wirkungsweise des Diffusor oberhalb dessen ist natürlich erwünscht.

Könnte man denn generell sagen dass alle Frequenzen die vom Diffusor grundsätzlich nicht mehr diffusiert werden (dessen unterere Wirkfrequenz ) dann vom Basotect dahinter erfasst werden und im Nachhall gedämpft werden??

Kann mir da jemand helfen?
Letzte Änderung: 02 Okt 2019 07:59 von Theoden.
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Absorber und Wandabstand 02 Okt 2019 08:09 #26

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Die tiefen Frequenzen gehen unbeirrt vom Diffusor durch diesen durch und werden dann von dem dahinter liegenden Absoprionsmaterial beeinflusst. Man kann deine Frage also mit ja beantworten.. Habe das bei mir im Raum auch teilweise so an der Rückwand aufgebaut.
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Absorber und Wandabstand 02 Okt 2019 08:20 #27

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Theoden schrieb:
Könnte man denn generell sagen dass alle Frequenzen die vom Diffusor grundsätzlich nicht mehr diffusiert werden (dessen unterere Wirkfrequenz ) dann vom Basotect dahinter erfasst werden und im Nachhall gedämpft werden??

Genau so ist es, alles was nicht vom Diffusor reflektiert wird, geht ja im Umkehrschluss durch den Diffusor hindurch, geht also in den dahinterliegenden Absorber und wird absorbiert.
Aber Vorsicht entscheidend dabei ist nicht nur die Wirk-Frequenz des Diffusors, sondern natürlich vor allem dessen Materialstärke, dass der Schall auch unterhalb einer bestimmten Frequenz gut hindurch kann.
Es nützt nichts, wenn die Grundplatte des Diffusors (übertrieben) 10cm dickes Holz ist.

Für die erste Überlegung kannst du wie folgt vorgehen, stell dir vor du würdest in deinem Fall diesen Diffusor vollflächig in deine Tür bauen, wie viel Schall kommt dann noch draußen an? Im Optimalfall ja nur unter 120Hz und darüber weitestgehends vom Diffusor reflektiert. Danach kannst du ca. festmachen, wie dick und aus welchem Material der Diffusor werden darf.

Ich würde in deinem Fall z.B. lieber 50cm Sonorock als 20 cm Basotect mit 30 cm Abstand nehmen, wirkt besser und ist viel günstiger, aber das Thema muss jeder für sich selbst entscheiden ;)

Gruß Jan
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Absorber und Wandabstand 02 Okt 2019 09:01 #28

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Vielen Dank Usel und Wobix für Eure Hilfe :)

wobix schrieb:

Ich würde in deinem Fall z.B. lieber 50cm Sonorock als 20 cm Basotect mit 30 cm Abstand nehmen, wirkt besser und ist viel günstiger, aber das Thema muss jeder für sich selbst entscheiden ;)

Gruß Jan

Das wäre sicherlich um einiges günstiger.


Im Moment überlege ich noch zusätzlich gegen meine 2 oder 3 Problemfrequenzen Plattenschwinger einzusetzen dich ich im Druckmaximum (ggf auch noch hinter dem Diffusor und dem Basotect) an der Rückwand anbringen könnte.
Da käme mir die geringere notwendige Tiefe von Basotect im Vergleich zum Sonorock auch entgegen.

Das Basotect spielt in meinen Überlegungen für die Seitenwände und auch für die Decke eine Rolle vor allem natürlich aufgrund des geringen Gewichtes und der sehr einfachen Handhabung.
Das kann man zur Not einfach auf einen von der Decke abgehängten Stoffrahmen legen.
Da ich im Bereich der Deckenlautsprecher und deren Platzierung etwas spielen und probieren möchte bietet sich das auch an.

Ich meine ich hätte mal irgendwo im Netz einen Rechner für die Konstruktion von Plattenschwingern o.ä gefunden, ist aber auch schon Jahre her.
Gibt es ein Berechnungstool das zuverlässig funktioniert?
Kann mir jemand eine gute Quelle geben mit verlässlichen Infos wo ich mich dazu noch einmal einlesen könnte?
Hat hier jemand damit positive Erfahrungen damit oder ist das "Treffen" der Frequenzen dann doch recht schwierig?

Natürlich habe ich auch ein DBA im Hinterkopf - unabhängig davon möchte ich aber grundsätzlich auch im Bass eine möglichst gute Raumakustik und Nachhallzeit erreichen.
Letzte Änderung: 02 Okt 2019 09:08 von Theoden.
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