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THEMA: Anlagenoptimierung mit Cinch- Kabel und Endstufen

Anlagenoptimierung mit Cinch- Kabel und Endstufen 07 Dez 2010 04:09 #1

  • Captain Kirk
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Am Samstag, nach der Vorführung bei HIFI-Concept waren Ralph, Chris und kurzzeitig auch Claus bei mir.
Sinn und Zweck der Übung sollte sein, meine Anlage NOCH besser zum Klingen zu bringen .

Chris war so nett und brachte mehrere Cinch-Kabel, seine Röhren- Monos sowie den Nelson Pass F5 Class A- Eigenbau Stereo Endverstärker zum Vergleich mit.

Ralph schickte seine McIntosh 252 Stereo-Endstufe ins Rennen.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal sehr herzlich bei den Beiden dafür bedanken - das war bestimmt eine elende Schlepperei! Das die guten Sachen auch immer so schwer sein müssen .

Vor Ort spielte meine T+A 1530 Stereo-Endstufe.

Zunächst säuberte Chris die Kontaktflächen meiner Lautsprecher- sowie die der Cinch- Kabel mit Wattestäbchen und einer Tinktur, die man normalerweise fürs Reinigen von Silberschmuck verwendet.


Der Kabeltest
Vorausschicken möchte ich, dass sich die hier gemachten Angaben immer auf die genannte Kombination der entsprechenden Geräte bezieht. Bei anderen Geräten kann das klangliche Ergebnis komplett anders aussehen, da mit Kabel immer eine klangliche Feinabstimmung der Anlage stattfindet.

Als erstes hörten wir also jetzt gut gewappnet die Ausgangssituation mit meinem Audio-Technica Cinch-Kabel in Stereo.
Das spielte sehr frei und analytisch, aber der Bass war dünn, zu wenig Wärme nach wie vor.

Dann steckte Chris seine "kleinen" MIT-Kabel zwischen den Denon Receiver und der T+A Endstufe für die vorderen LS Rockcell 1.3.
Das spielte wesentlich dunkler, der Bass war plötzlich vorhanden aber leider relativ unkontrolliert.

Als nächstes steckte Chris das "große" MIT-Kabel an.
Dieses spielte ausgeglichener als das kleine, der Bass war sauberer und die Anlage spielte nicht mehr so dunkel. Das hat mich schon begeistert.

"Wir sind aber noch nicht fertig....." so Chris und klemmte das Inakustik 1202 an.
Jetzt ging vollends die Sonne auf, Bass staubtrocken und kontrolliert, Wärme kehrte ein ohne dabei die Details und Grob- wie Fein- Dynamik zu vergessen - WOW! In meiner vorhandenen Kombi das bisher beste Kabel, was ich gehört habe.
Dieses verwendet Chris ebenfalls zu Hause hat er dann verraten und musste es deswegen auch leider wieder mitnehmen. Aber als Trostpflaster ließ er mir freundlicherweise sein "kleines" Inakustik Kabel leihweise da. Das spielt zwar nicht ganz auf dem Niveau wie das "große", aber in meiner Kombi wesentlich besser als das Audio Technica.
Beam me up, Scotty!
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Aw: Anlagenoptimierung mit Cinch- Kabel und Endstufen 07 Dez 2010 04:10 #2

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Der Endverstärker Test
Zuerst kamen die Röhren-Monos Innovative Audio von Chris zum Einsatz. 30 Minuten Aufwärmzeit war angesagt.
Diese spielten einen Hauch wärmer als meine T+A, der Raum war etwas größer, das Klangbild erhielt eine gewisse Aura. All diese Attribute waren aber sehr dezent und keinesfalls übertrieben. Für eine Röhre wirklich sehr sauber, auch bei komplexer Musik!
Auch bei dieser Kombination kristallisierte sich das Inakustik 1202 als stimmigstes Kabel heraus. Das liegt daran - so Chris, das dieses Kabel sehr neutral klingt und nur sehr wenig bis gar nicht "soundet"

Jetzt durfte Chris sein Nachbau der Nelson Pass zeigen was sie kann. Diese hatte auf jeden Fall einen schlechteren Wirkungsgrad als die beiden Vorgänger, wir mussten die Lautstärke am Denon wesentlich höher drehen.
Diese gefiel mir noch besser als die Röhre, da der Bass kontrollierter spielte, das Klangbild insgesamt ruhiger und stabiler wirkte.

Jetzt kam der Matchwinner ins Spiel: Ralph seine McIntosh 252!
Erst jetzt hörte man bei der Stimme von Jennifer Warnes am Ende einer gesungenen Zeile, wie ihr die Luft ausging und die Stimme deswegen anfing leicht zu vibrieren und schwächelte! Das war nur bei der Nelson Pass minimal ansatzweise angedeutet worden, die anderen Endstufen verschwiegen diese Feinheit leider komplett. Bei der Mac hingegen war das wie selbstverständlich auszumachen.

Somit zeigte sich, dass die Macs wirklich eine Klasse für sich sind, aber leider auch die teuerste in diesem Testfeld. Egal ob Ralphs Monos bei sich im Kino oder die Stereo- Endstufe, die Macs spielen einfach eine Klasse höher.

Aber immerhin habe ich nun die Gewissheit, dass meine komplette Kette in der Lage ist, selbst diese musikalische Feinheit wiederzugeben, bis auf die Endstufe eben.
Aber um mir eine Mac leisten zu können, muss ich leider noch viel sparen!

Da bei mir ab 22.00 Uhr nicht mehr laut gehört werden darf, hatten wir (Ralph, Chris und ich) nach dieser Hörsession noch bis 1.15 Uhr ein sehr spannendes und anregendes Gespräch.

Dieser Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich wieder einen Schritt weiter zum besseren Klang gebracht .
Vielen Dank dafür noch einmal an Ralph und Chris.

LG
Der Captain
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Aw: Anlagenoptimierung mit Cinch- Kabel und Endstufen 07 Dez 2010 08:29 #3

Hallo Captain,

wirklich schön zu lesender Bericht und schön daß du wieder Ideen hast, wie du deinem perfekten Klang näher kommen kannst ... :doubt:

Ich habe den Eindruck, umso highendiger die Anlagen werden, umso sensibler reagieren sie auf kleinste Änderungen. Und dieses sounden kann man nicht planen, sondern kann man nur ausprobieren.

Schwierig, schwierig ... aber spaß macht's trotzdem.

Gruß
Alex
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Aw: Anlagenoptimierung mit Cinch- Kabel und Endstufen 07 Dez 2010 12:48 #4

  • Captain Kirk
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Hi Alex,

mit Deiner Annahme hast Du den Nagel sowas von auf den Kopf getroffen! Ganz genau so ist das. Das bedeutet aber auch gleichzeitig:
Je highendiger die Anlage, desto mehr Möglichkeiten habe ich, diese auf MEINEN Hörgeschmack abzustimmen, da von da aus jede Richtung möglich ist.
Den Weg zum perfekten Klang mit so tollen Leuten zu finden, ist natürlich ein Erlebnis für sich und macht höllisch viel Spaß!

LG
Der Captain
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Aw: Anlagenoptimierung mit Cinch- Kabel und Endstufen 07 Dez 2010 17:37 #5

  • Big Daddy
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Hallo Captain,

wirklich sehr anregender Bericht von Dir, super!

Immmer wieder interessant die Erfahrungen von Anderen zu lesen. Die Erfahrung, daß hochwertigere Ketten viel klarer Unterschiede aufzeigen, mache ich leider auch. Weil, ist dann auch nicht immer einfach, das Passende zu finden. Ich glaube nur die Ursache so: Nicht die Anlage ist komplizierter, sondern die Störungen haben vorher viele Einflüsse verschleiert.

Dann mal weiter viel Erfolg!

Big Daddy
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Aw: Anlagenoptimierung mit Cinch- Kabel und Endstufen 10 Dez 2010 15:25 #6

  • Mad Ralph
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Servus,

wollte noch Bilder von unserem kleinen Kabel und Verstärker Test zusteuer.





Ich finde unser Captain hat schon fast alles wichtige geschrieben.

Für mich war sehr interessant zu beobachten, dass die Stereoendstufe Nelson Pass beim Stereo absolut gut war. Jedoch dann beim Surround hat die Pass Endstufe überhaupt nicht mit dem Rest zusammengespielt. Da war im 5.1 Set die T&A wesentlich besser.
Die Anlage hatte keinen Druck mit der Pass Endstufe bei 5.1. Zurück auf Stereo war die fast unschlagbar.
Woran kann das liegen, echt sehr schwer zu beantworten, aber war leider so.












Auf jeden Fall hat sich durch das Testen bei Thomas herausgestellt, dass wieder Veränderungen anstehen.



Bin sehr gespannt wo die Reise hingeht.

Gruß Mad Ralph
Anhang:
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