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THEMA: KODI Tutorial

KODI Tutorial 21 Mai 2016 11:45 #1

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Hallo Kodi-Freunde,

da ich immer wieder mal Fragen zum Thema KODI per PN beantworte, und sehr häufig vor allem am Anfang die selben Dinge aufkommen hab ich mich entschlossen mal ein Tutorial zu KODI zu starten.
Beginnen werde ich mit der Erklärung von den wichtigsten Begriffen in Verbindung mit KODI. Falls Interesse besteht, werden die Themen dann immer "komplexer", so das wir am Ende evtl. bei Smart-Playlists und Live-TV landen.

Da ich das Tutorial Stück für Stück erweitern will (ggf. auch je nach dem wie die Interessen sind), wäre es evtl. gut wenn ein Admin die einzeln Parts hin und wieder zusammenhängend an den Anfang des Threads schieben kann, falls das Möglich ist. Evtl. wäre es auch sinnvoll wenn Fragen zu dem Tutorial in eigenen Thread behandelt werden.

Dann fangen wir mal mit den wichtigsten Begriff an: KODI, XBMC und OpenELEC

KODI ist eine Media-Center Software die sehr viele Geräte und Betriebssysteme unterstützt. Im wesentlichen ist KODI also eine sehr komfortable Mediaplayer-Software. KODI ist kein Server-Dienst den man auf einem NAS installiert, obwohl KODI tatsächlich so etwas wie ein Master-Installation in Verbindung mit UPnP unterstützt (Das ist aber normalerweise nicht die bevorzugte Betriebsart).

XBMC ist ebenfalls ein Begriff der immer wieder in Verbindung mit KODI auftaucht. Das liegt einfach daran das KODI früher XBMC hieß. D.h. KODI und XBMC ist das gleiche. Bis einschließlich Version 13 hieß das Programm XBMC und seit Version 14 heißt es KODI.

Auch OpenELEC ist ein Begriff der häufig in Verbindung mit KODI auftaucht. Während KODI ein Programm ist, das man z.B. unter Windows, Linux, Mac OSX usw. installieren kann, ist OpenELC ein komplettes Linux Betriebsystem incl. KODI. D.h. OpenELEC kann direkt auf einen "leeren" Media-PC installiert werden.

Der Vorteil von OpenELEC ist, dass sich die Entwickler um aktuelle Treiber und Linux-Pakete kümmern, und so dafür sorgen das alles zusammenpasst. Außerdem ist die Installation von OpenELEC sehr einfach im Vergleich zu einer separaten Linux-Installation mit KODI.

Der Nachteil von OpenELEC ist das man den Media-PC dann ausschließlich mit KODI nutzen kann (i.d.R. ist aber genau das gewünscht.)
D.h. wenn OpenELEC installiert ist, startete der PC "direkt" KODI und es können keinen anderen Programme installiert oder gestartet werden.
Ein weitere Vorteil ist, das der Start sehr schnell geht, da alles für KODI optimiert ist, und kein weiterer Ballast vorhanden ist.

Egal wie, am Ende landen wir hoffentlich alle im KODI Startbidschirm, und hier beginnt dann erst mal die Arbeit :zwinker2:

Genau genommen beginnt die Arbeit schon vorher. Da KODI ja ein Media-Player ist, benötigen wir natürlich Medien (Filme, Musik und evtl. Bilder).
Je besser wir diese bereits Organisiert haben, desto besser können wir die Möglichkeiten von KODI ausnutzen. Deshalb wird das der erste wichtig Teil im Tutorial sein.

Wie Organisiere ich meine Media-Dateien

Natürlich gibt es zig verschiedene Möglichkeiten wie man seine Filme und Musik-Dateien auf seinen Datenträgern speichern kann. Ich weder hier einfach mal meine Variante vorstellen. Ich habe zuvor auch einige andere verwendet, bin dabei aber immer wieder an eine Punkt gekommen wo ich eine Funktion nicht so umsetzen konnte wie ich das gerne wollte. Mit der folgenden Struktur konnte ich bisher alles realisieren.

Generell kann KODI die Medien-Dateien von verschiedenen Quellen holen, d.h. die vorgestellte Dateiablage kann ggf. auch mehrfach (z.B. auf mehreren Festplatte, oder NAS-Freigaben) existieren.

Dateiablage für Filme

Auf erster Ebene habe ich einige wenige grobe Kategorien (Spielfilme, Kinderfilme, Musikvideos, Sonstige), diese Ebene kann sich später in KODI Menüstruktur wieder spiegeln.
Hier sollten aber nicht zu viele Kategorien entstehen, im einfachsten Fall gibt es gar keine. Keinesfalls sollte hier nach Genre o.ä. kategorisiert werden, da KODI das später viel einfacher selbst kann.

Auf der zweiten Ebene unterscheide ich zwischen 2D und 3D (Wer kein 3D hat oder will, kann die Ebene auch weglassen). Bei mir gibt es da 2 Ordner HD und 3D ( Früher gab es mal noch SD, deshalb HD und nicht 2D B) )

Auf der dritten Ebene gibt es dann pro Film eine Ordner mit Filmnamen und Erscheinungsjahr, und in dem Ordner liegt dann die eigentliche Film-Datei wieder mit Filmname und Erscheinungsjahr als Dateiname.

Die letzte Ebene mit den Filmnamen und Erscheinungsjahr ist die wichtigste !!!
Hier sollte exakt darauf geachtet werden das Der Filmname und das Erscheinungsjahr möglichst korrekt benannt wird, denn mit diesen Informationen versucht KODI später zusätzliche Informationen und Fan-Arts wie z.B. Cover, Poster usw. zu holen.
Bei 3D Filmen sind noch zusätzliche Informationen im Dateiname des Films. Das habe ich >> hier früher schon mal ausführlich beschrieben.

Das ganze sieht dann z.B. so aus:
Filme
  |
  |--Spielfilme
  |     |
  |     |-- HD
  |     |   |
  |     |   |--Iron Man (2008)
  |     |   |      |
  |     |   |      |-- Iron Man (2008).mkv
  |     |   |
  |     |   |--Iron Man 2 (2010)
  |     |          |
  |     |          |-- Iron Man 2 (2010).mkv
  |     |	  
  |     |-- 3D
  |         |
  |         |--Avengers - Age of Ultron (2015)
  |	              |
  |                   |-- Avengers - Age of Ultron (2015).3d.sbs.mkv
  |
  |--Kinderfilme
        |
        |-- HD
	|    |
        |    |--Die Legende der Wächter (2010)
	|    |
        |    |-- Die Legende der Wächter (2010).mkv
        |	  
        |-- 3D
	     |
             |--Die Croods (2013)
	               |
                       |-- Die Croods (2013).3d.sbs.mkv


Dateiablage für Musik

Hier gilt im Prinzip ähnliches wie für die Filme, allerdings habe ich da keine extra Kategorien. Die Struktur ist sehr einfach:

Erste eben ist der Name der Band bzw. Interpret.
Zweite Ebene Album-Name, und darin sind die einzelnen Titel.

Es gibt dazu sehr gute Programme (z.B. picard.musicbrainz.org/) um die Musik-Dateien automatisch in diese Struktur zu speichern, das wäre aber ein eigens Tutorial.

Am Ende sollte es so aussehen:
Musik
  |
  |--Metallica
  |     |
  |	|-- Master of Puppets
  |     |     |
  |     |     |--01 Battery.flac
  |     |     |--02 Master of Puppets.flac
  |     |     |--usw.
  |
  |--Sum 41
  |     |
  |	|-- Chuck
  |     |     |
  |     |     |--01 Intro.flac
  |     |     |--02 No Reason.flac
  |     |     |--usw.
  |     |
  |     |-- Screaming Bloody Murder
  |     |     |
  |     |     |--01 Reason to Believe.flac
  |     |     |--02 Screaming Bloody Murder.flac
  |     |     |--usw.

Die Datei Ablage ist ein sehr wichtiger Bestandteil, für eine stressfreie KODI Erfahrung. Natürlich ist das nicht die einzig funktionierende. Man die Dateien auf viele Arten ordnen.

Es ist aber wichtig zu wissen das sich KODI die Ordnernamen und der Struktur nutzt um weiter Informationen (Cover, Poster, Filminfos usw. ) aus dem Netz zu laden (Scrapping). Deshalb sollte die Struktur nicht absolut willkürlich sein.

Im nächsten Teil des Tutorials kommen wir dann endlich zu KODI selbst und zum einbinden der Medienquellen und dem "Erstellen" der Bibliotheken.

Bis dahin viel Spaß beim Medien organisieren :sbier:

Gruß
Alex
Letzte Änderung: 21 Mai 2016 11:48 von Tuxx.
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KODI Tutorial 21 Mai 2016 20:18 #2

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OK, dann machen wir mal weiter. Bevor wir allerdings weiter Einsteigen, noch kurz ein paar Dinge vorab.

Bitte verwendet diesen Thread für Fragen und Anregungen: >>> Diskussion - KODI Tutorial <<<

Obwohl das Tutorial insbesondere auch für Einsteiger sein soll, werde ich die eigentliche Installation von KODI nicht beschreiben.
D.h. hat im wesentlichen zwei Gründe. Zum einen ist die Installation zumindest unter Windows extrem einfach, und zum anderen gibt es sehr viele Varianten um KODI laufen zu lassen, daher würde das den Rahmen sprengen. Falls jemand zur Installation spezielle fragen hat, sollten wir das in einem spezifischen Thread diskutieren.

Die zweite Sache ist eher nebensächlich, aber ich will es trotzdem erwähnen, damit es nicht zu Verwirrungen führt.
Der Standard Skin von KODI heißt aktuell "Confluence", allerdings ist der schon etwas in die Jahre gekommen. Ich verwende daher seit längerem einen Skin namens "Titan". Mit der nächsten Version 17 aka "Krypton" von KODI wird es auch einen neuen Standard Skin für KODI geben, der wird dann "Estuary" heißen und sieht schon sehr viel versprechend aus. Wie gesagt ist das alles eher nebensächlich, da es hier im wesentlichen nur um die Optik geht. Für das was ich hier beschreibe ist es völlig egal welchen Skin Ihr verwendet. Nur für den Fall das ich mal Screenshots verwende, solltet Ihr Euch nicht wundern wenn es bei Euch ggf. anders aus sieht. Alle benötigten Menüpunkte findet Ihr auch im Standard Skin.

Wenn wir aber schon beim Thema Screenshots sind will ich gleich mal ein paar zum Einstimmung zeigen. Die Screenshots zeigen ist meine aktuelle persönliche Einstellung. KODI kann die Informationen in Eurer Bibliothek durch Skins extrem vielfältig und völlig individuell anzeigen.
Das aber ist erst mal nicht Bestandteil dieses Tutorials, hier geht es mehr darum wie die ganzen Informationen überhaupt in Eure KODI Bibliothek kommen.

Dazu dann in kürze mehr ...

Gruß
Alex
Anhang:
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KODI Tutorial 22 Mai 2016 11:28 #3

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So nun wollen wir aber endlich mal was Konfigurieren. Da ich wohl doch einige Screenshots machen werde, habe ich für das Tutorial eine extra KODI Installation gemacht. D.h. ich werde die Screenshots doch mit dem KODI Standard-Skin machen, da es gerade für Einsteiger dadurch leichter wird.

Das erste was wir nach dem ersten Start von KODI einstellen ist die Sprache. Dazu gehen wir im Menü auf "System -> Settings -> Appearance" und machen folgende Einstellungen:





Noch kurz ein Hinweis zum Navigieren. Das geht sehr intuitiv mit den Pfeiltasten, Dialoge und Menüs können mit ESC geschlossen werden. Allerdings ist die eigentliche Taste für "Zurück" die Backspace-Taste (Die Taste über der Eingabe-Taste bzw. ENTER).
In vielen Fällen, vor allem jetzt am Anfang ist die Funktion der ESC-Taste und der Backspace-Taste gleich. Später gibt es allerdings z.B. in Dateilisten einen Unterschied zwischen den Tasten. Daher ist es besser wenn man sich die Backspace-Taste angewöhnt, da diese auch die gleiche Funktion hat wie "Zurück" auf der Fernbedienung.

Auf der ersten Menü Ebene finden wir nun die Punkte "BILDER" "VIDEOS" "MUSIK" "PROGRAMME" und "OPTIONEN"

Da wir hier im Heimkinoverein sind beginnen wir natürlich mit "VIDEOS". Wenn wir den Punkt auswählen bekommen wir eine Liste mit "Dateien", "Wiedergabelisten" und "Video-Addons". Da wir KODI nun mit unseren Film-Dateien bekannt machen möchten, wählen wir "Dateien" und anschließend "Videos hinzufügen..."

Jetzt kommen wir in den Dialog um ein Medienquelle hinzuzufügen. Die nächsten Schritte sind wieder sehr entscheidend für die korrekte Funktion von KODI. Daher werde ich das sehr ausführlich beschreiben.

Medienquelle haben folgende Funktion in KODI:

Sie beschreiben ..
  • wo KODI Medien-Dateien findet
  • wie die Dateien dort organisiert sind
  • welche Art von Medien-Dateien dort sind (Filme, Musik oder Bilder)
  • ob und wie KODI mit den Medien-Dateienin die Bibliothek aufnehmen soll

Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen Bibliothek und Medienquellen.
Die Bibliothek ist eine Datenbank. Davon gibt es genau zwei, eine für Filme und eine für Musik.
In der Bibliothek werden alle Informationen zu den Mediendateien gespeichert (Informationen zum Film, Filmbeschreibung, Cover-Bilder, Poster uvm.)
Die Cover-Bilder und Fanarts werden zwar technisch nicht unbedingt in der Datenbank gespeichert, sie gehören aber auf jeden Fall zum Begriff Bibliothek.

Die Daten aus der Bibliothek werden auf der Oberfläche von KODI angezeigt. D.h. Ihr seht in KODI immer alle Eure Filme, selbst wenn z.B. das NAS oder die USB-Platte ausgeschaltet ist. Erst beim starten des Films würde KODI meckern das der Film nicht verfügbar ist. Das ist z.B. auch für diejenigen praktisch die kein NAS haben, sondern die Filme z.B. auf mehreren USB-Platten speichern.

Zurück zu den Medienquellen. Diese zeigen KODI wo es Dateien geben kann und wie KODI damit umgehen soll.
Um nun unsere erste Medienquelle hinzuzufügen, wählen wir "Durchsuchen" und bekommen dann ein Liste mit möglichen Quellen. Wer eine USB-Platte angeschlossen hat, oder KODI unter Windows betreibt bekommt die Festplatten direkt angezeigt. Wer ein NAS hat, der wird mit "Windows-Netzwerk (SMB)" am besten bedient sein. Wo auch immer die Dateien liegen, wir suchen einen Ordner in dem nur eine Art von Medien-Dateien liegen (Entweder Musik oder Filme). Der Ordner darf natürlich beliebige Unterordner enthalten (was in der oben beschrieben Struktur ja auch so ist), aber es sollten nicht Musik und Filme enthalten sein!

Ihr müsst auch nicht zwingend den obersten Ordner auswählen, da man ja mehrere Medienquellen hinzufügen kann. Ich habe für diese Tutorial einen extra Ordner "Tutorial" erstellt, in dem ich nur wenige Filme habe. Dazu navigiert Ihr in den Ordner den Ihr wählen möchtet und klickt dann auf "OK".
Nun sollte der Dialog etwa so aussehen.





Mit "Hinzufügen" könntet Ihr für diese Medienquelle noch weitere Pfade auswählen in denen Medien-Dateien der gleichen Art liegen.
Dann könnt Ihr ggf. noch den Namen der Medienquelle anpassen, und schon geht es mit "OK" weiter ...

Als nächstes kommt der sehr wichtige Dialog "Inhalt festlegen". Das ist vermutlich der Dialog in dem Einsteiger die meisten Fehler machen, da hier Dinge konfiguriert werden mit denen sich die wenigsten bereits Beschäftigt haben.

Als erstes sagen wir KODI welche Art von Medien-Dateien es in der Quelle findet. Da wir eine Quelle zu "VIDEOS" hinzufügen gibt es folgende Auswahl (Filme, Serien, Musikvideos). In unserem Fall wählen wir also "Filme".
Im rechen Teil des Dialogs können wir die "Scraper" wählen, die KODI verwenden soll um Informationen aus dem Internet zu sammeln.
Scraper sind Hilfs-Programme, mit deren Hilfe KODI unsere Bibliothek mit Informationen füllt. Das bedeutet KODI sucht automatisch anhand der Dateinamen unserer Medien-Dateien in öffentlichen Filmdatenbanken nach Informationen, Cover-Bildern, Postern usw.
Hier wird nun auch klar warum die Dateiablage so wichtig ist. Wenn die Film-Datei "t4.mkv" heißt, ist es für den Scraper natürlich sehr schwer passende Informationen zu finden. Deshalb würde die Datei bei uns z.B. "Terminator - Die Erlösung (2009).mkv" heißen.
Der voreingestellte Scraper funktioniert sehr gut, daher ist hier keine Änderung nötig.

Zu den Optionen im unteren Bereich des Dialogs:

"Filme liegen in getrennten Ordnern, die dem Filmtitel entsprechen" Damit könnt Ihr einstellen ob KODI den Ordnernamen als Kriterium für die Suche nach Filmen verwendet, oder den Dateinamen. Wer die Struktur von mir übernommen hat, für den ist die Option unerheblich, da ich Ordnername und Dateiname gleich benenne.

"Rekursives Scannen" bedeutet das KODI in allen Unterordnern nach Film-Dateien sucht, das ist i.d.R. gewünscht und deshalb auch vorausgewählt.

"Ordner enthält ein einziges Video" ist nicht aktiv. Das ist eine spezielle Option für das hinzufügen eines einzelnen Films.

"Pfad von Aktualisierungen der Bibliothek ausschließen" bedeutet das KODI dies Medienquelle nicht beachtet wenn Ihr zu einem späteren Zeitpunkt die Bibliothek nochmal aktualisiert. Das werde ich später im Tutorial noch genauer erklären, im Moment lassen wir das deaktiviert.





Bevor wir jetzt "OK" drücken, sollten wir unbedingt noch auf "Einstellungen" gehen. Hier können wir noch ein paar Einstellungen für den Scraper vornehmen.
Die wichtigste ist die "Bevorzugte Sprache". Hier solltet Ihr "de" auswählen, wenn Ihr keine englisch Bibliothek haben möchtet :zwinker2:
Für die Altersbewertung gilt das gleiche, auch wenn das ggf. nicht ganz so wichtig ist.





Nach dem wir dann endlich beide Dialoge mit "OK" verlassen haben, fragt KODI nach ob es nun die Informationen für die Einträge aktualisieren soll. Hier wählen wir natürlich "Ja". Anschließend begibt sich KODI sofort auf die Suche nach Informationen zu unseren Filmen und füllt die Datenbank unserer Film-Bibliothek. Je nach dem wie viele Filme Ihr in der Medienquelle habt, kann das natürlich einige Zeit dauern! Das passiert aber im Hintergrund, und wir können direkt weiter machen.





Das erste was Auffällt wenn Ihr zurück auf die Startansicht kommt, ist das es einen neuen Menüpunkt "Filme" gibt. Das ist m.E. etwas verwirrend, weil es bei Musik nicht so ist. Hinter dem Menüpunkt "Filme" verbirgt sich nun der Inhalt Eurer Film-Bibliothek, deshalb gibt es den Punkt auch erst nachdem die Film-Bibliothek erstellt wurde. Im normalen Gebrauch ist das aber der am häufigsten verwendete Menüpunkt, denn hier könnt Ihr Eure Filme nun mit all den Informationen dazu betrachten.





Wenn Ihr einen Film mit ENTER auswählt wird er direkt gestartet, um Information zum Film zu sehen, müsst Ihr "i" statt ENTER drücken.





Das war es dann erst mal wieder. Wenn Eure Filme nun korrekt angezeigt werden, dann habt Ihr bisher alles richtig gemacht.
Als nächstes werden wir uns dann um die Musik kümmern, bis dahin schaut Euch einfach mal ein paar Filme an und spielt etwas mit KODI :sbier:

Gruß
Alex
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KODI Tutorial 22 Mai 2016 22:19 #4

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OK, dann wollen wir uns mal um die Musik kümmern. Das wird vermutlich nicht ganz so umfangreich wie beiden Filmen, da eigentlich alles genau nach dem selben Schema abläuft. Um KODI mit unserer MP3 und FLAC Sammlung bekannt zu machen, wählen wir im Startbildschirm "Musik" aus und anschließend wieder "Dateien" und dann "Musik hinzufügen..."

Der Dialog der dann kommt sollte uns inzwischen nicht mehr Fremd sein. Es ist genau das gleiche wie bei den Filmen. Wir fügen eine Medien-Quelle hinzu. Nur dieses mal wählen wir natürlich ein Verzeichnis aus, in dem Musik-Dateien liegen.





Dieses mal werden allerdings keine weiteren Einstellungen für den Scraper abgefragt. Das ist eigentlich etwas inkonsequent, denn auch hier holt ein Scraper im Hintergrund weitere Informationen ab. Genau wie bei den Filmen. Standardmäßig aber eben keine Text-Informationen, sondern nur die Cover und Fanarts. Daher ist die Sprache, die wir bei den Filmen eingestellt haben hier vorerst egal.

Wenn wir später aber Text Informationen nachladen (das kann manuell oder automatisch gemacht werden), dann kommen die leider immer englisch :S
Das ist aber alles halb so schlimm, denn natürlich lässt sich wie immer alles Einstellen und es gibt mir die Gelegenheit für einen sehr kurzen Ausflug zu den Addons. Addons sind ganz allgemein gesagt Erweiterungen für KODI. Die kommen Teilweise vom KODI-Team selbst und teilweise von Entwicklern aus der Community. Auch die Scraper sind solche Addons. Und wie für die meisten Addons gibt es auch für diese eine eigene Konfiguration.
Wenn man immer mal wieder neue Medien-Quellen hinzufügt, dann passiert es schon mal das man die Einstellung der Sprache vergisst. Das ist ziemlich nervig weil KODI dann alles in Englisch in die Bibliothek aufnimmt, und deshalb alles nochmal gemacht werden muss.

Aus diesem Grund werden wir jetzt für alle Scraper einmal die Standard-Konfiguration einstellen, dann brauchen wir das zukünftig beim hinzufügen von Medien-Quellen nicht mehr machen. Dazu wählen wir auf dem Startbildschirm "Optionen" aus. Im Einstellungsdialog wählen wir "Addons" und dann "Benutzer-Addons". Unter Benutzer-Addons sind alle Addons die in Eurer KODI-Installation installiert sind. Das sind bereits eine ganze Menge, da KODI sehr modular aufgebaut ist, und deshalb viel der Standard-Funktionalität von Addons erledigt wird.

Die Scraper-Addons finden wir dort unter "Informationsanbieter". Dort gibt es Scraper für:
  • Album-Informationen
  • Film-Informationen
  • Interpreten-Informationen
  • TV-Informationen

Standardmäßig gibt es dort jeweils einen Scraper den wir Konfigurieren müssen, ich zeige das hier am Beispiel der "Album-Informationen". Hier gibt ausnahmsweise einen zweiten Scraper, "Local Information only", der kann und muss aber nicht Konfiguriert werden.
Wir Konfigurieren den "Universal Album Scraper". Überraschenderweise machen wir das über den Menüpunkt "Konfigurieren" :big_smile:
Für jedes Addon ist es immer genau das gleiche vorgehen, nur die Optionen sind natürlich immer unterschiedlich. Für alle Scraper ändern wir immer nur die Sprache auf "de". Hier 4 Screenshot wie die Scraper aussehen sollten:











Leider hilft die Einstellung am Ende natürlich nur wenn es in den öffentlichen Informationsdatenbanken auch deutsche Einträge gibt. Speziell bei Musik ist das nach meiner Erfahrung sehr selten. Aber wir haben zumindest unser bestes getan B)

Wie oben schon erwähnt werden bei Musik erst mal keine weiteren Informationen zu den Interpreten oder Albums abgefragt, sondern nur Cover und Fanarts. Die Informationen können aber bei Interesse jederzeit auf Knopfdruck abgeholt werden. Wenn Ihr z.B. Informationen zu einem Interpret haben möchtet, wählt Ihr den Interpret in der Liste und drückt wie bei den Filmen "i", dann seht Ihr wie angekündigt erst mal sehr wenig (oder auch gar nichts).
Nun wählt Ihr einmal "Aktualisieren" aus, dann wird KODI sofort die Informationen für diesen Interpreten aktualisieren.

Wer diese Informationen häufiger nutzt, bzw. immer möchte, kann KODI auch anweisen das die Informationen Grundsätzlich beim aktualisieren der Musik-Bibliothek sofort abgeholt werden. Das geht unter "Optionen -> Musik -> Bibliothek", hier die Option "Beim Aktualisieren zusätzliche Informationen laden" aktivieren.





Dadurch dauert aber das aktualisieren der Bibliothek erheblich länger. Aber das kann ja nun jeder machen wie er will. Jetzt wo wir wissen wie es geht :respect:

Das war es auch schon zum Thema Musik ... beim nächsten mal werde ich noch mal etwas zu den Medien-Quellen schreiben. Z.b. wie man wieder welche entfernt, oder nachträglich bearbeitet.

Gruß
Alex
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KODI Tutorial 26 Mai 2016 16:08 #5

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Bevor wir uns ggf. anderen Themen widmen, möchte ich wie gesagt zuerst noch ein paar Dinge zum Thema Bibliotheken und Medien-Quellen schreiben.
Ich mache das deshalb so ausführlich, weil die Bibliothek mit das wichtigste sind und vor allem am Anfang die meisten Verständnisprobleme bereiten.

Wie ich schon gesagt habe, sind sind die Bibliotheken Datenbanken. In einer Standard KODI-Installation sind es Datei basierte Sqlite Datenbanken.

Unter Windows liegen diese Dateien unter: "%APPDATA%\Kodi\userdata\Database"
(Den Pfad könnt Ihr inc. der Prozent-Zeichen so im Windows Datei-Explorer einfügen)

Unter Linux im User-Homeverzeichniz unter: ".kodi/userdata/Database"

Wenn Ihr OpenElec oder LibreELEC verwendet, könnte Ihr von einem Windows-Rechner über eine Freigabe darauf zugreifen:
"\\<ip-adresse>\userdata\Database"

In dem Verzeichnis sind es dann jeweils die Dateien MyMusik56.db und MyVideo99.db
Anhand der Dateinamen sollte jeder erkennen welche für Musik und welche Für Filme ist :zwinker2:
Die Nummern im Namen sind Versionsnummern für das Datenbank-Schema, d.h. wenn Ihr eine neue Version von KODI installiert, dann erstellt KODI ggf. einen neue Datei mit einer höheren Nummer. Die alte bleibt dann liegen und wird nicht mehr genutzt.

Ist das nicht schön. Und warum erzähle ich das alles in einem Tutorial für Einsteiger ?! :opi:
Ganz einfach weil es m.E. gut ist wenn man das etwas genauer weiß, und weil wir diese Datenbanken "pflegen" müssen um unsere Bibliothek zu erweitern oder zu bereinigen.

Bibliothek aktualisieren

Wenn wir neue Dateien in den Pfad eine Medien-Quelle kopieren, sind die Filme oder Songs deshalb natürlich nicht gleich in der Bibliothek.
KODI weiß davon ja erst mal nichts. Deshalb müssen wir die Bibliothek aktualisieren. Man könnte KODI so konfigurieren, das es die Bibliotheken beim starten automatisch aktualisiert. Ich mag das aber nicht, da es immer etwas Zeit in Anspruch nimmt, und meistens hat sich ja doch nichts geändert.
Ich aktualisiere die Bibliothek immer dann wenn ich weiß dass ich habe neue Dateien auf meine Medien-Quellen kopiert habe.

Die Aktion "Bibliothek aktualisieren" gibt es in nahezu jeder Ansicht innerhalb der Bibliothek. Wenn Ihr in einer List nach links navigiert, bekommt Ihr ein Menü an der linke Seite mit Optionen zur aktuellen Ansicht, und eben auch den Menüpunkt "Bibliothek aktualisieren". Wenn Ihr den auswählt, begibt sich KODI sofort auf die Suche nach neuen Dateien und bindet diese in die Bibliothek ein. KODI sucht dabei allerdings nur nach neuen Dateien. Wenn Ihr Dateien in der Medien-Quelle gelöscht habt, dann werden diese Einträge nicht aus der Bibliothek entfernt.






Bibliothek bereinigen

Eines gleich vorab das löschen von einzelnen Dateien auf einer Medien-Quelle solltet Ihr wenn möglich vermeiden!
Wenn Ihr Eure Daten neu Organisieren möchtet, ist es oft wesentlich einfacher einfach die Medien-Quelle zu löschen, und anschließend neu hinzuzufügen.
Beim löschen einer Medien-Quelle werdet Ihr gefragt ob die zugehörigen Einträge in der Datenbank auch gelöscht werden sollen. Das geht sehr schnell und ist die beste Art der Bereinigung. Anschließend könnt Ihr ggf. den selben Pfad einfach wieder hinzufügen, nachdem Ihr Eure Dateien neu strukturiert habt.

Es gibt in den Einstellungen auch einen Menüpunkt "Bibliothek bereinigen" (Einmal bei Video und einmal bei Musik). Der ist aber nur sichtbar wenn Ihr als "Einstellungsebene" => "Fortgeschritten" oder "Experte" ausgewählt habt. Wenn Ihr den Menüpunkt "Bibliothek bereinigen" auswählt, prüft KODI für jeden einzelnen Eintrag in der Datenbank, ob die entsprechende Datei noch vorhanden ist.

Das kann allerdings sehr problematisch sein, wenn ...
  • ... das NAS gerade nicht an ist.
  • ... USB-Platten gerade nicht angeschlossenen sind.
  • ... oder eine Medien-Quelle aus einem anderen Grund nicht verfügbar ist.

Deshalb verwendet diesen Menüpunkt nur wenn Ihr sicher seit das alle eingerichteten Medien-Quellen aktuell für KODI erreichbar sind.

Eine weitere sehr effiziente Methode die Bibliothek zu bereinigen, ist das komplette löschen der Datenbanken-Dateien.
Ihr könnt die o.g. Datenbank-Dateien einfach löschen wenn Ihr möchtet. Danach KODI einfach einmal neu starten, und schon habt Ihr eine komplett leere Bibliothek. Die eingerichteten Medien-Quellen werden dadurch nicht gelöscht und sind weiter vorhanden. Dadurch kann die Datenbank schnell neu aufgebaut werden.

Für Musik geht Ihr dazu unter "Musik -> Dateien", selektiert eine Medien-Quelle aus und drückt dann "c" (Für Context-Menü). In diesem Menü wählt Ihr den Punkt "In Bibliothek aufnehmen". Dann passiert das gleiche wie beim hinzufügen der Medien-Quelle, KODI sucht für Euch nach den ganzen Informationen und schreibt Sie in die Datenbank. Im selben Kontext-Menü könnt ihr die Medien-Quelle auch bearbeiten und entfernen.





Für Videos gibt es den Menüpunkt "In Bibliothek aufnehmen" im Kontext-Menü der Medien-Quelle leider nicht. Hier muss der Inhalt neu festgelegt werden.
Deshalb wählen wir hier "Inhalt festgelegt" im Kontext-Menü und legen dann wie beim hinzufügen der Medien-Quelle den Inhalt fest. Anschließend können wir dann die Filme neu in die Datenbank aufnehmen lassen.





Damit solltet Ihr jetzt Eure KODI Film- und Musik-Bibliothek vollständig im Griff haben. Falls doch noch was unklar ist, könnt Ihr Fragen dazu wie immer hier stellen: >>> Diskussion - KODI Tutorial <<<

Als nächstes werde ich vermutlich mal meinen Lieblings-Skin für KODI kurz vorstellen. Den Titan-Skin ... bis dahin keep on watching ;-)

Gruß
Alex
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KODI Tutorial 29 Mai 2016 10:36 #6

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Aus aktuellem Anlass nun doch noch einmal ein kurzer Beitrag zum Thema Bibliothek.

In seltenen Fällen kann es vorkommen das ein Film tatsächlich nicht in den öffentlichen Informationsbibliotheken gefunden wird.
Wenn das der Fall ist, erzeugt KODI auch keinen Eintrag in der Datenbank (Da ja keine Informationen vorhanden sind) und somit taucht der Film auch nicht in der Film-Bibliothek auf. Ihr könnt den Film dann zwar über "Dateien" finden und auch abspielen, das ist aber natürlich nicht das was wir wollen.

Das erste was Ihr in so einem Fall versuchen könnt, ist ein anderer "Titel". Wenn Ihr den Film über Dateien sucht, und dann "i" für Informationen drückt, dann werdet Ihr vermutlich direkt nach dem Filmtitel gefragt. Dieser Dialog ist allerdings nicht, wie man vermuten könnte, dazu da den Film-Ttitel zu setzen. Sondern um den Scraper erneut nach Informationen suchen zu lassen. D.h. Ihr könnt dort versuchen ob der Film ggf. mit einem anderen Titel evtl. doch gefunden wird. Wenn der Dialog direkt wieder erscheint, bedeutet dass, der Scraper hat keine Film zu dem eingegebenen Titel gefunden, ansonsten bekommt Ihr eine Liste mit möglichen Film-Titeln zur Auswahl.

Wenn Ihr als Titel "Terminator" eingebt, sieht es z.B. so aus:






Wenn der Gewünschte Film dabei ist, dann habt Ihr Glück und müsst Ihn nur auswählen. Und schon baut KODI den Film mit allen Infos in Eurer Bibliothek ein. Aber was machen wir wenn es der Film absolut in gefunden werden kann. In diesem Fall können wir KODI manuell mit Informationen versorgen, das ist zwar etwas aufwendiger, aber es kommt ja nur sehr selten vor.

Wir müssen dazu eine NFO-Datei erzeugen. NFO Datei sind Text-Dateien mit XML-Daten als Inhalt, d.h. Ihr könnt die mit jedem Text-Editor erzeugen.
Die Datei muss in das gleiche Verzeichnis wie die Film-Datei und auch exakt gleich heißen wie die Film-Datei. Allerdings mit der Dateiendung ".nfo".
Also z.B. so

Film-Datei: Reamonn - Eleven (2010).mkv
NFO-Datei: Reamonn - Eleven (2010).nfo

Der Inhalt der Datei sieht im einfachsten Fall dann so aus:
<movie>
    <title>Reamonn - Eleven</title>
</movie>

Damit wird nur der Titel festgelegt. Da reicht KODI aber um den Film zumindest mal in die Bibliothek auf zunehmen. Dazu einfach einmal "Bibliothek aktuallisieren" durchführen. Wenn der Film in der Bibliothek ist, könnt Ihr wieder "i" für Informationen drücken, und dann z.B. auch Grafiken hinzufügen.

Es gibt noch eine viel zahl weiterer Informationen die Ihr in die NFO-Datei packen könnt wenn Ihr wollt.
Eine Referenz dazu findet Ihr hier: >>> kodi.wiki/view/NFO_files/movies

Z.B. noch das Produktionsjahr und die Laufzeit in Minuten. Auch eine Kurzbeschreibung (outline) oder auch die Handlung (plot) könnt Ihr dort Eintragen. Allerdings immer dran denken, das es eine XML-Datei ist, und diese auch korrekt formatiert sein muss!
<movie>
	<title>Reamonn - Eleven</title>
	<year>2010</year>
	<runtime>123</runtime>
	<outline>Akustikkonzert von Reamonn im Baden-Badener Club Casino. Neben Frontman Rea Garvey gesellen sich auch Anna Loos und Roger Cicero auf die Bühne und geben Hits wie "Supergirl", "Josephine" oder "Through The Eyes Of A Child" zum Besten.</outline>
    <plot>Einzigartig und grandios - das sind wohl die beiden Adjektive, die am besten beschreiben, was sich bereits im März dieses Jahres im Baden-Badener Club Casino ereignete und nun aufgrund des großen Erfolgs im November endlich auch auf CD und DVD gepresst in den Läden stehen wird: ein Akustik - Konzert der ganz besonderen Art - nicht nur, weil es Rea Garvey und seine Band geschafft haben, eine intime Atmosphäre und überwältigende Stimmung zu erzeugen. Der charismatische Frontmann und Sänger beweist ein weiteres Mal sehr eindrucksvoll, dass in ihm sowohl Entertainment - Qualitäten und als auch das besondere Talent steckt, die Menschen mit seiner Musik wahrhaft berühren zu können. Es ist die einmalige Mischung aus Rea Garveys einfühlsamer Stimme, seinem charmant eigenwilligem Wortwitz, der sich immer wieder einschleicht,	obwohl der gebürtige Ire mittlerweile sehr gutes Deutsch spricht und der großen Musikalität der Band, die zu einem zauberhaften und sehr unterhaltsamen Abend geführt haben.</plot>
</movie>

Nach dem Ihr die Datei angepasst habt, müsst Ihr den Eintrag ein mal "Aktualisieren", dann sieht es so aus.







Das ist zwar etwas mehr Aufwand, aber am Ende ist das Ergebnis genau so gut wie wenn es der Scraper gemacht hätte. Die Beschreibungen kann man sich z.B. sehr einfach bei Amazon besorgen, und die Bilder ebenfalls, oder bei Google.

P.S. Das mit den NFO-Dateien könnte man auch für Musik machen, allerdings ist es da wesentlich besser wenn Ihr einfach die Tags in den MP3 oder FLAC-Dateien korrekt setzt, die wertet KODI natürlich auch aus.

Bis bald ...

Gruß
Alex
Letzte Änderung: 29 Mai 2016 10:42 von Tuxx.
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KODI Tutorial 02 Jul 2016 12:08 #7

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In den nächsten beiden Beiträgen werde ich erklären wie man Externe Player in KODI einbinden kann. Das fällt nicht mehr unbedingt unter Einsteiger-Tutorial, aber es ist nicht wirklich schwer. Die größte Schwierigkeit wir für den einen oder anderen wohl der XML-Syntax sein, aber da müsst Ihr durch :zwinker2:
Ich empfehle Euch einen Editor zu verwenden der Syntax-Highlighting beherrscht. Mein Favorit in Sachen Text-Editor ist >>> Notepad++

Damit KODI unsere Media-Dateien nicht mit dem integrierten Player, sondern mit einem beliebigen externen Player abspielt, müssen wir KODI erst mal mitteilen welche Player-Programme wir verwenden möchten.
Dazu müssen wir im "userdata" Ordner von KODI eine neue XML-Datei erstellen. Die Datei heißt: playercorefactory.xml
Für das Tutorial werde ich das einbinden anhand des VLC-Player erklären, da dieser kostenlos für jeden erhältlich ist. Das Prinzip lässt sich aber sehr einfach auf beliebig andere Programme übertragen.

Unter Windows kommt Ihr in den "userdata" Ordner am schnellsten wenn Ihr im Windows Datei-Explorer folgendes eingebt: %APPDATA%\Kodi\userdata
Für den Einstieg sollte die playercorefactory.xml Datei folgenden Inhalt haben:

<playercorefactory>
  <players>
    <player name="VLC" type="ExternalPlayer" audio="false" video="true">
      <filename>C:\Program Files (x86)\VideoLAN\VLC\vlc.exe</filename>
      <args>--fullscreen --video-on-top "{1}"</args>
      <hidexbmc>true</hidexbmc>
      <hideconsole>false</hideconsole>
    </player>
  </players>
</playercorefactory>


Innerhalb des Abschnitt "players" können wir beliebig viele "player" definieren.
  • Mit dem Attribut "name" können wir dem Player einen beliebigen Namen geben. Dieser taucht später auch wieder in KODI auf.
  • Das Attribut "type" ist immer "ExternalPlayer".
  • Mit den Attributen "audio" und "video" können wir festlegen ob der Player für Audio und/oder Video-Wiedergabe verwendet werden soll.

Die einzig zwingende Node innerhalb des "player" Abschnitt ist "filename". Damit legen wir fest welches Programm KODI für diesen Player starten soll, also i.d.R. die EXE-Datei für unseren Payer.

In den meisten Fällen wird noch "args" benötigt. Damit legen wir fest mit welchem Parametern KODI unser Programm aufrufen soll. Ob und welche Parameter nötig sind hängt natürlich vom entsprechenden Player ab. Der Platzhalter "{1}" wird von KODI durch den Dateinamen der Medien-Datei ersetzt, welche abgespielt werden soll. Wenn der Platzhalter nicht in der "args" Zeile enthalten ist, hängt KODI den Dateinamen immer an das Ende der Kommandozeile.
D.h. im Beispiel von oben hätte man den Platzhalter auch weg lassen können, aber dann hätte ich die Verwendung nicht erklären können :-)

Mit "hidexbmc" legen wir fest ob KODI nach dem Start des Player minimiert werden soll, solange der externe Player aktiv ist.

Die Option "hideconsole" ist nur Windows interessant. Wenn der externe Player über eine Batch-Datei gestartet wird, dann kann damit das Konsolen-Fenster versteckt werden.

Nachdem wir nun unseren Player vollständig in der Datei playercorefactory.xml definiert haben, können wir KODI starten.
Wenn wir nun für einen Film- oder ein Audio-Titel mit 'c' das Kontext-Menü anzeigen lassen, dann sehen wir einen neuen Menüpunkt "Abspielen mit ...".
Falls Ihr den Menüpunkt nicht seht ist entweder die Datei nicht am richtigen Ort, oder Sie enthält keine korrektes XML-Daten.





Wenn wir diesen Menüpunkt wählen bekommen wir eine Liste mit allen definierten Playern, und können so auswählen mit welchem Player wir die Wiedergabe starten möchten. Der "DVDPlayer" ist dabei der in KODI integrierte Player.





Soweit so gut. Wenn wir nur selten oder in bestimmten Fällen eine Datei mit dem externen Player abspielen möchten, dann ist das so bereits ganz praktikabel. Wenn wir allerdings den externen Player z.B. immer für einen bestimmten Datei-Typ verwenden möchten, oder generell als Standard-Player für alle Dateien, dann ist das mit dem Kontext-Menü natürlich nicht sehr praktisch. Dafür können wir für die Player bestimmte Regeln festlegen, mit denen wir festlegen können welche Medien-Dateien mit welchem Player gestartet werden sollen. Das werde ich in kürze im zweiten Teil beschreiben ...

Gruß
Alex
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KODI Tutorial 03 Jul 2016 11:05 #8

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So, im zweiten Teil zum Thema "externe Player" will ich noch kurz die Möglichkeiten der Regeln für die Player ansprechen.

Um festzulegen welche Dateien standardmäßig mit welchem Player abgespielt werden, müssen wir sogenannte Rules definieren. Diese Rules werden in der gleichen Datei wie die Player selbst definiert. Dazu kommt unter den Abschnitt "players" einfach noch ein Abschnitt "rules". Das ganze könnte dann z.B. so aussehen:

<playercorefactory>
  <players>
    <player name="VLC" type="ExternalPlayer" audio="false" video="true">
      <filename>C:\Program Files (x86)\VideoLAN\VLC\vlc.exe</filename>
      <args>--fullscreen --video-on-top "{1}"</args>
      <hidexbmc>true</hidexbmc>
      <hideconsole>false</hideconsole>
    </player>
  </players>
  <rules action="prepend">
    <rule video="true" player="VLC" />
  </rules>
</playercorefactory>

In diesem Beispiel gibt es nur eine einzige Regel ("rule") die besagt, wenn die Media-Datei ein Film (video) ist, dann soll der Player mit dem Namen "VLC" verwendet werden. Damit erreichen wir z.B. das der VLC nun unser Standard-Player für alle Filme ist. Die manuelle Playerauswahl über das Kontext-Menü bleibt natürlich trotzdem als Möglichkeit erhalten.

Diese Rules sind ein sehr mächtiges Werkzeug um den gewünschten Player für ein bestimmte Arten von Medien-Dateien festzulegen. Dabei können die Regeln z.B. auch verschachtelt werden. Ich will mir hier aber nicht irgendwelche sinnlosen Beispiele ausdenken. Deshalb werde ich hier jetzt nur ein Liste mit möglichen Kriterien für die Regeln erläutern.

Folgende Kriterien stehen u.a. für die Definition unserer Regeln zur Verfügung:

  • remote => Wird angewendet wenn die Media-Datei nicht lokal liegt, sondern z.B. auf einem NAS
  • audio => Wird angewendet wenn es eine Audio-Datei ist.
  • video => Wird angewendet wenn es eine Video-Datei ist.
  • dvd => Wird angewendet wenn eine DVD/Blu-ray im lokalen Laufwerk abgespielt werden soll
  • dvdimage => Wird angewendet wenn ein DVD/Blu-ray Image (ISO) abgespielt werden soll
  • dvdfile => Wird angewendet wenn ein DVD/Blu-ray Ordnetsturktur abgespielt werden soll
  • filetypes => Damit können Player auf bestimmte Dateiendungen festgelegt werden
  • filename => Damit können Player anhand Texten innerhalb des Dateiname festgelegt werden (z.B. ".*3d.*" oder ".*720.*|.*1080.*" )

Es gibt noch ein paar weiter Kriterien, die eher selten benötigt werden, z.B. könnte man auch einen Player definieren der nur für Dateien mit 5.1 Audio verwendet wird. Auf jeden Fall lassen sich damit auch sehr komplexe Regel-Werke bzw. Anforderungen umsetzen. Da ich selbst aber überhaupt keine externen Player verwende, habe ich auch keine konkreten Beispiele parat :zwinker2:
Falls jemand konkrete Wünsche bzw. Anforderungen hat, können wir das gerne im Diskussion-Thread zu diesem Tutorial besprechen.

Gruß
Alex
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