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THEMA: The House That Jack Built

The House That Jack Built 17 Jun 2019 21:01 #1

  • MickeyKnox
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FSK 18, 153 min

Aloha!

Das ist kein Film für schwache Nerven, im Grunde noch heftiger als "Abgeschnitten". Matt Dillon ist großartig in seiner Rolle, die durchsetzt ist von Zynismus und einer aus meiner Sicht unbewussten Bösartigkeit. Vor allem die Szene auf dem Hochsitz wird viele verstören, wenn sie es denn bis dahin noch geschafft haben. Lars von Trier ist umstritten, mir sagen seine Streifen aber oft zu, so ist es auch hier. Ich kann mir vorstellen, dass einige bei diesem Film so reagieren werden, wie ich es damals bei "Natural Born Killers" mitbekam – dass sie empört aus dem Kino laufen. Empfehlung für weniger Zartbesaitete.

Neben Bruno Ganz spielen noch einige andere bekannte Schauspieler mit. Leider war es einer der letzten Filme des Schweizers.

Film: 1-
Ton: 3+
Bild: 3+
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Folgende Benutzer bedankten sich: Last Action Hero

The House That Jack Built 17 Jun 2019 21:20 #2

Bei Lars von Trier bin ich immer vorsichtig und habe bislang auch erst Nymphomaniac und Antichrist gesehen. Ist schon sehr speziell, fast schon experimentell und er liebt es scheinbar auch, zu provozieren. Schlecht waren diese Filme sicher nicht, aber ein großer Fan von ihm bin ich trotzdem nicht geworden und sie sind auch bestimmt nichts für den Massengeschmack.
Mal schauen, vielleicht gebe ich The House... bei Gelegenheit eine Chance, das Thema an sich hört sich ja nicht schlecht an.
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The House That Jack Built 18 Jun 2019 00:35 #3

  • MickeyKnox
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Also, der Film ist wahrlich heftig. Wenn Du deftige Sachen magst, nur zu. Ich könnte es auch abartig nennen ...
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The House That Jack Built 18 Jun 2019 09:55 #4

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Ist auf der Liste, kannst du zu einem andren Film eine Parallele ziehen? Z.B. zu Hostel oder der Saw Reihe?

Gruß Jan
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The House That Jack Built 18 Jun 2019 16:43 #5

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Ich denke eher: Manixc mit „Frodo“ Elijah Wood...
Gruß
olli

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The House That Jack Built 21 Jun 2019 10:07 #6

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ich bin fan von harten sachen! das gezeigte, selbst für meine frau, ist nichts was wir noch nicht gesehen haben ;)
das problem bei diesem film ist, wo ist die spannung? schnell wird klar wie jede einzelne erzählung aus geht. so kommt bei mir das gefühl des Voyeurs auf!
der filme macher scheint darin seine absicht zu verfolgen, das es dem zuseher nicht angenehm ist! für mich eine einfache provokation ohne künstlerischen anspruch!
bei der doch sehr langen lauflänge, mit nur einer frage die man sich stellt ( will hier nichts verraten), mir zu einseitig! die antwort leitet das ende ein (wird auch zeit) was mich nicht versöhnen konnte.

3/10 für den gesammteindruck inhalt. natürlich sind sehenswerte effekte für den splatter fan dabei, wozu ich ja gehöre ;) doch mir so was als ´besondere kunst´ unter zu jubeln hat mich nicht überzeugt

bild bewertung, kann man sich sparen, natürlich wird ein look bevorzug der auf die zeit der handlung deuten soll. wer was scharfes ohne filmkorn sucht solte auch einen bogen machen ;) ich fand das bild stimmig, hier könnte man die bewertung rauslesen.

ton bewertung: die musik hat mir gfallen, die dann kräftig und basslasig daher kam.
Letzte Änderung: 21 Jun 2019 10:14 von oto.
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The House That Jack Built 30 Jun 2019 11:22 #7

So, schneller als gedacht bin ich nun auch in den "Genuss" des Filmes gekommen. Vielen Dank an den Forumskollegen trace für die Leihgabe der BD.

Die bisher geschriebenen Meinungen gehen von "fast Meisterwerk (1-)" (Mickey Knox) bis "was soll das" (oto). Ich habe jetzt bewusst zwei Nächte darüber geschlafen, bevor ich mir mein Urteil gebildet und mich gefragt habe, wem dieser Film empfohlen werden kann. Nun, der breiten Masse jedenfalls nicht, aber das ist bei Lars von Trier von vorneherein klar.

Also, der Film ist wahrlich heftig. Wenn Du deftige Sachen magst, nur zu. Ich könnte es auch abartig nennen ...
Filmisch bin ich ein Allesfresser und mich schrecken auch "deftige Sachen" nicht ab. Es darf aber nicht nur Selbstzweck sein. Genau das ist aber hier der Fall.
Klar, Lars von Trier muss kein Massenpublikum abdecken, das er sowieso nie haben wird. Aber die Explizität dient auch nicht wirklich der Geschichte und auch nicht der Charakterisierung des Protagonisten.
Die erwähnte Hochsitzszene ist viel zu sehr ausgewalzt und wird dann auch noch in einer Rückblende recycelt.

Die "Abschleppszene" ist lächerlich und vor allem unglaubwürdig, auch reiner Selbstzweck. Provokation und Voyeurismus.
Okay, wenn einem sowas gefällt, ich befürchte aber, dass für den reinen Splatterfan dann trotzdem zu wenig geboten wird, denn eigentlich sind die gewissen Szenen in ihrer Gesamtheit dann doch wieder zu wenige, um den geneigten Zuschauer über die volle Filmlänge bei Laune zu halten.

Wer gerne zwischen den Schockmomenten auch noch etwas mehr an Unterhaltung haben möchte, dürfte aber auch enttäuscht werden. Spannung gibt kaum, vieles ist vorhersehbar, besondern das "Werk" des Protagonisten.
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Rolle, die durchsetzt ist von Zynismus und einer aus meiner Sicht unbewussten Bösartigkeit
Genau das Gegenteil ist der Fall. Im Interview mit dem Regisseur (Bonusmaterial) wird gesagt, dass die Rolle so angelegt war, dass sich der Psychopath seiner Psychopathie bewusst ist, was in der Realität normalerweise nicht so ist. Wirklich neu ist das aber auch nicht, siehe Hannibal Lecter.

Film-handwerklich auch eine Katastrophe, besonders was Kamera und Schnitt anbelangt. Natürlich nicht, weil hier Praktikanten am Werk waren, sondern weil von Trier das so will, obwohl er sich eigentlich schon lange von der von ihm erfundenen und als gescheitert erklärten Dogma 95 Arbeitsweise verabschiedet hatte.

Gibt es vielleicht einen "künstlerischen Wert"? Zumindest keinen, der sich mir erschlossen hätte (und ich schätze durchaus z.B. Neon Demon oder die Filme von Terrence Malick und kann sogar mit dem andalusischen Hund noch was anfangen). Ganz schlimm finde ich die "Lars erklärt uns die Welt"-Szenen, in denen er echtes Archivmaterial (Bilder bzw. Filmausschnitte, diesmal sogar aus seinen früheren Filmen) immer wieder in die Handlung einflickt. Eigentlich eine Beleidigung an die Intelligenz seines Publikums.

Was bleibt auf der Haben-Seite? Für mich im Wesentlichen nur die schauspielerische Leistung von Matt Dillon.

Wem kann also dieser Film (und zwar mit gutem Gewissen!) empfohlen werden? Vielleicht nur den Liebhabern von Al-Qaida-Hinrichtungsvideos, diese haben allerdings den Vorteil, dass sie nicht 153 Minuten dauern. Vielleicht auch noch Zuschauern wie denen in Hape Kerkelings Hurz-Sketch, die seinen Vortrag als künstlerisch wertvoll kommentiert hatten. :rofl:

Insgesamt in fast allen Einzelaspekten und auch gesamtheitlich sehr enttäuschend, denn eigentlich mag ich das Thema Serienmörder sehr, besonders auch wegen des Einblicks in der deren (innere) Welt. Hat hier leider kaum funktioniert. Auf eine Bewertungsnote möchte ich verzichten, sie würde aber wesentlich näher an der von oto als der von MickeyKnox liegen.
Letzte Änderung: 19 Jul 2019 15:40 von Last Action Hero.
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The House That Jack Built 01 Jul 2019 00:58 #8

  • MickeyKnox
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Aloha,

Deine verwendeten Bsp. ließen mich schmunzeln ... HURZ! :D Wie sehr liebte ich das, was Hape bis ca. zu diesem Zeitpunkt fabrizierte, danach ging es leider massiv bergab zum Mainstreamdreck. Heute ist mir Hape deswegen fast egal geworden, obwohl ich ihn damals fast vergötterte.

Zu dem Psychopathen: Ich schilderte meine Wahrnehmung, schaue mir Zusatzmaterial selten an. Spielt für mich auch keine Rolle, vieles ist auslegbar für den Betrachter, auch wenn der Regisseur es evtl. anders meinte.

Aber ist ja auch kein Thema, mir gefiel der Film außerordentlich, gerade weil er so krank und anders ist.
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