S. Nachtrag.

Was darf man dem Nachbarn zumuten? Stichwort Bass
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Mal rein rechtlich gesehen, darf man tagsüber, also wenn keine offiziellen Ruhezeiten sind(Sonntags, ab 22:00 Uhr und während der Mittagsruhe) eigentlich so laut hören wie man wil
Meiner Meinung nach: Nein, darfst du nicht.
Du hast dich auch tagsüber so zu verhalten, dass deine Mitmenschen (Nachbarn) nicht dauerhafter Lärmbelästigung von dir ausgesetzt sind - wenn dieser Lärm zu vermeiden ist.
Bei Musik/Filmgenuss ist es ein Leichtes, den Pegelregler runterzudrehen.
Im Rahmen einer Renovierung muss es der Nachbar dann aber wohl hinnehmen, wenn der Holzfußboden außerhalb der "Ruhezeiten" abgeschleift wird.
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Im Rahmen einer Renovierung muss es der Nachbar dann aber wohl hinnehmen, wenn der Holzfußboden außerhalb der "Ruhezeiten" abgeschleift wird.
Nö, Stichpunkt "Maschinenlärmverordnung". Da ist das genau geregelt.
Der Renovierer hat da schon viele Freiheiten, aber alles darf der auch nicht.
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Es ging, glaub ich, nur um eine Verdeutlichung - ist der Grund für den Lärm vorübergehend und aus normalerweise notwendigen Sachverhalten heraus (für die man in der Nachbarschaft auch Verständnis haben sollte/könnte) oder geht es um ein reines Hobby mit reiner „Egoisten-Lautstärke“ in Regelmäßigkeit.
Banales Beispiel: wir hatten mal Nachbarn gegenüber, da hat sie jeden zweiten Samstag, wenn ihr Mann nicht da war, ab 8:30 Uhr für die ganze Nachbarschaft drei Stunden portugiesische Schlager gehört. War ein Traum beim Frühstück auf der Terrasse, für die Leute drüber noch besser. Das gab dann mal richtig Theater in dem Haus (praktischer Weise ohne, dass wir was sagen mussten). Ein anderer Nachbar hat in Eigenregie mit Bekannten sein Dach renoviert, hatten wir auch was vom Lärm. Das war aber vorübergehend und wir hatten da volles Verständnis. Hat dann, gute Nachbarschaft, auch keiner was gesagt außer hinterher „Na, geschafft? Sieht gut aus!“
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Puh, danke erst mal für eure rege Beteiligung.
Um mal etwas weiter ins Detail zu gehen:
ich habe mit meinen Nachbarn(es geht nur um einen Einzigen) ein gutes Verhältnis, der wohnt da auch schon Jahre neben uns, er war auch schon zum Filme gucken da, man hilft sich gegenseitig, soweit alles gut. Ich bin da auch eher der rücksichtsvolle Typ, bei uns gibt es sonst keinen Lärm, erst recht nicht zu den Ruhezeiten.
Was man aber wissen muss, der Nachbar ist auch nicht gerade ein "Kostverächter", will heissen von dort kommt auch gern und teilweise auch zu den offiziellen Ruhezeiten mal gern "Lärm" wie Musik, Feiern, Hämmern, Rasenmähen(ich habe keinen Rasen). Und da ich nun mal bin wie ich bin beschwere ich mich über sowas nicht, auch wenns schon manchmal genervt hat.
Nun hatte ich letztens ein paar mal (immer außerhalb der Ruhezeiten, also gegen 18:00 Uhr) die Lautstäke etwas höher als sonst und er hat sich jedesmal beschwert, obwohl meine Frau im Erdgeschoss nicht viel gehört hat(und die ist da sehr empfindlich)
Ich hatte mir das auch mal bei ihm angehört, da war halt ein Grummeln beim Bass. Ich fand das überhapt nicht schlimm, aber da ist ja jeder anders.
Deswegen sind die Aussagen über Rücksicht, man muss über alles Reden usw. natürlich richtig und auch schon passiert aber in meiner Eingansfrage ging es auch darum Argumente für einen Kompromiss zu finden(wenn es denn welche gibt)
Mittelfristig möchte ich natürlich ein freistehendes Haus kaufen aber bis dahin muss man halt schauen.
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Um mal etwas weiter ins Detail zu gehen:
ich habe mit meinen Nachbarn ein gutes Verhältnis, der wohnt da auch schon Jahre neben uns, er war auch schon zum Filme gucken da, man hilft sich gegenseitig, soweit alles gut. Ich bin da auch eher der rücksichtsvolle Typ, bei uns gibt es sonst keinen Lärm, erst recht nicht zu den Ruhezeiten.
Was man aber wissen muss, der Nachbar ist auch nicht gerade ein "Kostverächter", will heissen von dort kommt auch gern und teilweise auch zu den offiziellen Ruhezeiten mal gern "Lärm" wie Musik, Feiern, Hämmern, Rasenmähen(ich habe keinen Rasen). Und da ich nun mal bin wie ich bin beschwere ich mich über sowas nicht, auch wenns schon manchmal genervt hat.
Nun hatte ich letztens ein paar mal (immer außerhalb der Ruhezeiten, also gegen 18:00 Uhr) die Lautstäke etwas höher als sonst und er hat sich jedesmal beschwert, obwohl meine Frau im Erdgeschoss nicht viel gehört hat(und die ist da sehr empfindlich)
Ich hatte mir das auch mal bei ihm angehört, da war halt ein Grummeln beim Bass. Ich fand das überhapt nicht schlimm, aber da ist ja jeder anders.
So ist das Thema auch ganz anders zu erfassen. Hätte im Erstbeitrag Sinn ergeben, aber nun ja auch okay. Also, wenn der auch lärmt, würde ich ihm das genau so sagen und fragen, wieso er meint, mit zweierlei Maß messen zu dürfen. Ich glaube, dass manche so ignorant sind heutzutage, dass sie es nicht einmal wahrnehmen.
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Ja stimmt, hast Recht, das hätte ich auch gleich schreiben können. Ich wollte halt erst mal nur wissen wie es allgemein mit "Lärm" außerhalb der Ruhezeiten aussieht.
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Ich kann dennoch nur empfehlen, immer offen und konstruktiv an sowas ran zu gehen. Oft steckt hinter sowas auch eine Erklärung / Geschichte, die man nie vermutet hätte. Hatte ich selbst mit einem Nachbarn, der immer nur abends oder Samstag im Garten die Flex rausholte - grade dann, wenn ich den Feierabend im Sommer im Garten genießen wollte... Ich bin heute noch froh, dass ich dann mal ruhig und entspannt und nicht direkt auf 180 rübergestiefelt bin.
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Ja klar das werde ich jetzt auch nochmal machen. Aber vielleicht zur besseren Einordnung, wir sprechen hier von 2-3 Filmen die Woche bei ca. -15 bis -20db am Yamaha. Ich drehe ja nicht bis -5db oder so auf. Und das sind ja nicht alles Godzilla Filme, die außerdem auch immer außerhalb der Ruhezeiten laufen. Da muss er dann aber IMO auch durch.
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Wer ist der eigene Vermieter? Die Rede war vom Vermieter des Nachbarn. Auf den bezog sich birdie.
Selbstverständlich meinte ich einen GEMEINSAMEN Vermieter… alles andere wäre so unsinnig, auf so einen Gedanken wäre ich nicht mal gekommen
Davon ab wäre es aber bei unterschiedlichen Vermietern oder ich bin Besitzer, der Nachbar Mieter, durchaus korrekt sich an den Vermieter des Nachbarn zu wenden. Der ist schließlich zuständig dass der Mieter seinen Vertragsteil erfüllt (Hausordnungen enthalten übliche weise sowas wie Lärmregelungen).
Interessant wäre die Frage ob man gegenüber seinen Vermieter die Miete mindern kann, wenn ein anderer Mieter im Haus wiederholt bzw. dauerhaft stört und damit gehen die Hausordnung verstößt, und der Vermieter das nicht abstellt.
Gibts hier einen Anwalt zum Mietrecht?
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Interessant wäre die Frage, ob man gegenüber seinem Vermieter die Miete mindern kann, wenn ein anderer Mieter im Haus wiederholt bzw. dauerhaft stört und damit gehen die Hausordnung verstößt, und der Vermieter das nicht abstellt.
Da bin ich mir ziemlich sicher, dass das generell geht, wenn der Vermieter seiner Pflicht nicht nachkommt. So erhält man bei einem Mietverhältnis auch schnell eine Abmahnung als Lärmender.
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Möglicherweise ist das ja Dein Stil, ich würde mit dem Mieter sprechen.
Mir erschließt sich auch überhaupt nicht, welche Rolle der Vermieter bei sowas spielen soll, da könnte man sich genausogut an seinen Friseur wenden.
Irrtum, wenn der Mietnachbar nicht zur Vernunft kommt, ist der Vermieter verpflichtet einzuschreiten, bis zur Abmahnung und im Extremfall sogar fristlose Kündigung. Ignoriert ein Vermieter die „Notrufe“ eines belästigten Mieters, ist der Mieter berechtigt die Miete zu kürzen.
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Oder kurz gefasst, wenn man auf Nummer sicher gehen will, und/oder sehr empfindliche Nachbarn hat, sollte man wohl leider besser ein Kopfhörerkino
in Betracht ziehen …
Ist halt echt schwer einzuschätzen. Am Ende kommt es drauf an wie empfindlich der Nachbar reagiert, wie viel Schall und was für Schall wirklich bei ihm ankommt, und wie oft/lange das dann der Fall ist. Ganz ohne andere Mieter zu hören geht es in Mehrfamilienhäusern wohl nie ab, ob es „ok“ oder eben nicht ist, darüber streiten mit Sicherheit viele Gerichte.
Nach deiner Schilderung kann ich zwar zum einen verstehen, dass der Nachbar das Bassgrummeln nicht hören mag, würde mich auch stören so als permanenter Dauerschall, andererseits, wenn der selber auch mehr oder weniger häufig „laut“ ist, würde ich ihm das auch mal sagen.
Sollte er sein Verhalten nicht ändern und sich trotzdem dauerhaft beschweren, frei nach dem klingonischen Sprichwort
bortaS bIr jablu'DI' reH QaQqu' nay'
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Hatte ich auch mal nachgeschaut.. ist nicht mehr wie früher und auch nicht einheitlich.
"Entgegen der weit verbreiteten Annahme gibt es in Deutschland keine bundesweit einheitlich gesetzlich vorgeschriebene Mittagsruhe mehr. Die in der Vergangenheit bestehenden Lärmverordnungen einiger Bundesländer wurden aufgehoben, in manchen bestehen sie noch."
Offen ansprechen dass er auch zu hören ist wäre auch meine Vorgehen. Drücke dir für deine Situation die Daumen!
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Ich meinte das jetzt allgemein, passt aber eigentlich auch auf deinen Fall. Wenn du Besitzer bist, dann der Nachbar vermutlich auch, oder?
Seit ihr beide Eigentümer fällt der Level Vermieter natürlich weg, was für dich unangenehm sein kann, weil du das Problem nicht „delegieren“ kannst.
Ich wollte damit ausdrücken, dass es halt neben den reinen harten Messwerten noch anderes gibt, was uU relevant ist.
uA das persönliche Empfinden. Wenn also der jetzige Nachbar kein Problem hätte, und dann wer anderes empfindlicheres einzieht, bekommst du vielleicht trotz unverändertem Verhalten von Dir plötzlich Probleme.
Machst du hin und wieder zB mit 100 dB Dampf, ist das sicher nicht erlaubt, auch wenn es nicht in den Ruhezeiten ist. Wenn du aber dauerhaft mit 35 dB (beim Nachbarn in der Wohnung) Actionfilme hörst, ist das zwar vom Pegel her ok, aber ob er das „dulden“ muss… ich wage es zu bezweifeln. Hat er die 35 dB einmal die Woche für 2 Stunden außerhalb der Ruhezeit, ist es vermutlich von ihm zu akzeptieren.
Bin gespannt, wie das ausgeht, mit Reihenhaus hatten ja schon andere Probleme, die sich letztlich oft nur durch Umzug dauerhaft lösen lassen.
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Jep, juristisch wohl äusserst diffus- ein 'zu 0' würde das vermutlich vor Gericht für keinen von euch- und lediglich eure Anwälte wären am Ende zufrieden.
Wie birdie schrieb, ist es ja meist auch nicht nur die messbare LS, sondern sehr oft auch das 'was' man da auf die Ohren bekommt.
Mir würde schon eine konstante, sanfte Brise H.Fischer oder K.Ott reichen, damit ich bis vors BVG rennen würde- hat der Nachbar aber ~ meinen Musikgeschmack, dürfens gerne auch ein paar dB mehr sein.
Bei Oberfräsengekreisch oder dem Restwummern der DBA bei Emmerich und Bay ist allerdings bei den meisten der Rubicon fix überschritten, wenn es die eigenen 'Innengeräusche' überlagert.
Bin gespannt, was bei deiner Geschichte rauskommt und wie es weitergeht!
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mir geht es ja nicht um ein Mehrfamilienhaus sondern um mein eigenes Reihenhaus
Davon bin ich die ganze Zeit ausgegangen, deshalb auch meine Aussage, dass der Vermieter keine Rolle spielt, selbst wenn der Nachbar ein Mieter wäre.
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Aber naja mal sehen was beim Gespräch die Tage rauskommt. Die Rechtslage ist ja anscheinend nicht ganz klar
Eben - Schweigen ist Silber - Reden ist Gold...
Wenn du schon drüben warst zum lauschen, dann drehe den Spieß einfach um. Ist der Nachbar selber mal laut, schreib ihn an mit der Bitte mal rüber zu kommen. Dann soll er selber mal lauschen.
Ansonsten kann es ja auch eine Option sein zu schauen, ob du vielleicht noch was optimieren kannst. Hast du dein Kino irgendwo vorgestellt? DBA, SBA, Single Bass?
Ich hatte bei einem Freund mal den Fall, dass er seine Lautsprecher gegen kleine Neumann KH120 getauscht hatte. Auf einmal kam der Nachbar und meinte er könne jedes Lied mitsingen.
Grund: Er hatte eine Lautsprecherhalteurng an die Wand geschraubt. Boxen und Halterung entkoppelt und beim Nachbarn kam nix mehr an.
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Hier zunächst mal die Ruhezeiten Verordnung unserer Gemeinde:
Interessant finde ich, dass andere in den Ruhezeiten nicht erheblich gestört/belästigt werden dürfen. Aber ich schaue nur außerhalb der Ruhezeiten.
Nilsens ich habe ein SBA im Keller mit 6 12 Zoll Subs an der Stirn wo auch der Nachbar hinter ist. Die andere Seite ist voll mit Steinwolle, deswegen beschwert sich der andere Nachbar wohl auch nicht.
Die Subs hängen zwar an der Wand, aber die habe ich recht aufwändig entkoppelt, da sehe ich das Problem nicht. Ich denke schon, dass es die Lautstärke ist, die ich übrigens letztens nochmal versucht habe mit Diamant, Phonestar Platten und Steicoflex zu reduzieren. Vermutlich würde aber nur ein kompletter Vorbau vor der Wand von einem halben Meter Dicke oder so helfen.
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