Dann möchte ich hier jetzt was schreiben...
Mittlerweile habe ich etwas Abstand zum Thema, da einfach andere Dinge in der letzten Zeit wichtiger waren.
Ich kann mich aber auch noch sehr gut an den kahlen Raum dort unten erinnern in dem mit Stereo alles begonnen hat. Und natürlich an die Klipsch RF7ii.
Völlig klar ist mir, dass die jetzige Installation gegenüber der Klipsch Installation in Hinblick auf Emotion, Timing, Auflösungsvermögen und generellem Wohlfühlfaktor weit überlegen ist. Ganz klar, bin ich immer noch nicht absolut zufrieden. Was dieses Set aber an Geschlossenheit und Raum abbilden kann, ist für den finanziellen Einsatz absolut genial. ( Wenn das Quellmaterial es halt hergibt)
Baustellen: Der LFE baut nicht den gewünschten Druck auf und generell fehlt es etwas an Kickbass und oberen Bässen / tiefen Mitten. Die Klipsch waren im Gesamten etwas linearer und voluminöser, das ist richtig.
Auch der Bassdruck mit den zwei 15“ Klipsch Subwoofern war weit heftiger und der Tiefgang auch besser, was aber dem besseren Aufstellungsort geschuldet war, der mit dem jetzigen Konstrukt nicht machbar ist.
Somit waren / sind beide Installationen gut. Es kommt auf die gewünschten Eigenschaften an.
Eigentlich gehört das hier alles nicht her, aber wenn ich schon mal dabei bin:
Langfristig sehe ich Stereo und Heimkino getrennt. Sogar räumlich getrennt.
Die „Best Practice“ für beide Gebiete beißen sich. Für Stereo absolut puristisch mit allerkürzesten Signalwegen. Und sehr sicher ohne Hochtonkalotten. Ein größerer AMT ist schon einfach genial.
Bei Musik brauche ich die Emotion und das gewisse Etwas, was sich nicht mit einem perfekten F-Gang einstellt. Es schließt sich aber nicht aus. Aber das wäre dann der perfekte Lautsprecher und den wird es nie geben.
Für das Heimkino dann eine Installation angelehnt an die THX Norm mit einem SBA / DBA unterhalb 60 oder 80 HZ. Dann ist das ganz schwierige Thema Laufzeitunterschiede im Bass erledigt. Meinetwegen dann auch mit Processing. Das ist mir bei Filmen nicht ganz so wichtig wie bei Musik.
Ich hätte sicher nicht das brachiale Klipsch-Set verkauft, wenn ich nicht die Anlage beim Chris gehört hätte. Am meisten hat mich ganz einfach Lionel Richie von CD überzeugt. Die alten Aufnahmen sind ja eher die besseren. Aber das hätte ich nicht für möglich gehalten, das war für mich etwas neues. Ich hatte damals das Gefühl, die Musik läuft langsamer. Zwischen den Tönen war einfach „Zeit“.
Völlig Hupe, ob da jetzt 5 oder 10db Abweichung vorhanden ist /war, das ist einfach was da sagt Dir Dein Bauch, das das richtig ist um den Song ankommen zu lassen.
Im Filmbetrieb war ich aber noch nie so vom Bass angetan wie bei Dir Andi. Das Basshorn ist einfach brutal und das macht Laune. Wobei das wohl auch alles andere als Linear war bei der Vorführung
Ebenso der Kickbass war erstaunlich
Im Bereich Emotion bei Musik ist Potential, wobei ich ja immer noch nicht die neuen HT´s gehört habe.
Wobei ich glaube, das das der Preis ist, den man für die Optimierung durch Filter und für die Flexibilität der Konfiguration einfach zahlt.
Gruß
Benjamin