Hallo Moin,
ja das ist eine interessante Frage von suke und auch der weitere Verlauf der Diskussion zeigt, das ich das nochmal besser präzisieren sollte. 
Man muss das Thema Kontrast, Grauwerte, Schwarzwert usw. unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten, damit man es technisch bzw. dann auch optisch richtig einordnen kann.
1)
Was ich mit unterem Graustufenwert von nominell 0,003 Nit meinte, ist die maximale Fähigkeit der LED Systeme eine Abstufung in den IRE Stufen zu erzielen. Ausgehend vom Maximalwert an Helligkeit von mal angenommen 1000 Nit.
Daher das ist die maximale Spreizung, im Prinzip also der Inbildkontrast von den im Beispiel genannten ca. 333.333:1
Dieser bleibt auch technisch gesehen gleich. Daher habe ich 500 Nit, dann halbiert sich der untere SW Wert. (den Raum mal generell ausgenommen, der natürlich auch rein spielt).
Exakt das ist es was ich in vielen Berichten auch immer zum Thema LED Wall (untersch. Preisklassen) gesprochen habe, denn hier zeigt sich deutlich, ob eine LED Wall im dunklen Raum sinnvoll (bildtechnisch) betrieben werden kann oder es dann zu xy Bild Abstrichen kommt.
Denn normal ist eine Abstufung von ca. 0,3 - 0,2 Nit rein von dem Processing + Treiberchips bei einfachem 13 Bit internerm Signalprocessing (letzteres hat nicht mit dem Content Eingangssignal zu tun).
Das bedeutet auch danach schaltet die Wall auf kompl. aus. Nur der Kontrastunterschied ist dann schon eklatant.
Hinzu kommt das (nochmal das größere Problem) zwischen dem untersten Grauwert (0,3-0,2 Nit) nochmal das Dithering hinzu kommt, denn das Signalprocessing muss den Übergang zu kompl schwarz nochmal feiner abstufen, damit das nicht zu hart auf voll Schwarz clippt.
Und dann entstehen diese häßlichen Verfärbungen, Artefakte uvm. die man dann im dunklen Raum super negativ erkennen kann. Mit Umgebungslicht fällt dieser Umstand dann weniger auf.
Daher sieht man es nicht bei vielen LED Vorführungen, doch der Unterschied ist erheblich.
2)
Man kann ergänzend zu Punkt "1" dann als Hersteller her gehen und diese ggf. LED Serie mit nominell 1000 Nit dann intern so abstimmen (wie einen Motor, inkl. Fahrwerk usw.), das man die Spreizung des Processing auf ggf. 600 Nit fixiert bzw. zur Grunde legt.
Dann sinkt im obigen Beispiel der unterste Grauwert (Abstufung vor Schwarz) auf ca. 0,0018 Nit. Dazu muss allerdings die gesamte Kette (LED`s, Teiberchip, IC´s, Controller, Machbarkeit Setting Hersteller usw.) dazu in der Lage sein, was normal natürlich nicht der Fall ist (günstigere Systeme).
Dazu muss auch generell ein internes (bisher technisch maximales) echtes 16 Bit Processing zur Grund liegen, worauf dann ein weiteres intelligentes Dithering auf 22 oder 23 Bit aufsetzt.
Bei der neuen FSMD Top Serie (Barco True Pix 0,93 Pitch) z.B. ist so ein intelligentes Processing integriert, man kann sich dann mit der Wahl mit mehr Helligkeit oder mehr untere Grauabstufung (weniger Helligkeit) entscheiden.
Im Falle unser momentanen LED Wall im Beispiel geht das so nicht und man kann intern nur einen Wert fest programmieren oder im Zweifel wieder umprogrammieren (das ist nicht über Preset regelbar). Für später werden wir allerdings auch eine variable (per Preset) gesteuerte Lösung haben/zeigen.
Es versteht sich also von selbst, das solche erweiterte Techniken nur bessere Systeme (teurere) umsetzen können.
3)
Bedingt der Tatsache das die LED Wall Technik (dito auch OLED) in der Lage sind jede LED einzeln zuschalten, kann natürlich auch ein niedriger genereller Schwarzwert (+ ADL) Wert) erreicht werden, als es die 0,003 Nit suggerieren.
Denn die LED Wall zeigt dunklen Content mit der maximalen Abstufung + Flächen (Punkte etc.) die dann total abgeschaltet sind (je nach Content)
Dadurch singt der kompl. SW Wert nochmal (ADL) und man erreicht Kontrast Werte bis ca. 1.000.000:1.
Exakt das schaffen Projektoren so nicht, denn bedingt durch das Laserdimming und Gammaanpassung ist immer die gesamte Fläche betroffen und es können nicht einzelne Pixel abgeschaltet werden.
Diesen extrem hohen Inbildkontrast erreichen so nur entspr. LED Systeme oder auch gute OLED TV´s. Letztere erzielen aber oftmals nicht diese Durchzeichnung in den unteren/oberen IRE Bereichen, weil auch da nur eine feste Programmierung der Spreizung der Grauwerte vorherrscht. Oftmals im Bereich Peak Werte 1500 - 3000 Nit, wodurch natürlich die Spreizung (internes Processing) anders arbeiten muss.
Heißt das eigentlich, dass der Schwarzwert über alle ADL-Stufen bei 0,002 Nit verbleibt und der Kontrast nur durch die eingestellte höchste Nit-Zahl ergibt?
Also bei 500 Nits 250.000:1 und bei 250 Nits 125.000:1. Über alle ADL-Stufen? Eher nicht, oder?
Um also diese Frage jetzt konkret zu beantworten :
Technisch gesehen geht der ADL Wert noch weiter runter, egal bei welcher Helligkeit.
Daher die z.B. 250:000:1 erreichst du bei 300 oder 700 Nit im Prinzip.
Praktisch spielt aber der Raum dann natürlich noch mit rein, wodurch sich die Dinge dann entspr. verschieben.
Was auch optisch reinspielt ist die Tatsache, das Streulicht auf die LED Wall zurück natürlich viel weniger Einfluss hat, als in einer Projektion.
Bestes Beispiel dafür sind die Bilder mit Umgebungslicht im Vergleich Projektion/LED Wall.
ANDY