Beiträge von Cstucki75

    "Die" mdat aus dem Video benötigst du nicht, richtig. Du brauchst deine eigenen Messdateien in REW. Und wie geschrieben kannst du die aus *.ady oder *.mqx extrahieren lassen (hab ich noch nicht ausprobiert) oder halt aus deiner eigenen *.mdat.

    holymann: mdat ist die Dateiendung für REW. Dort öffnet OCA seine in REW gespeicherten Messungen. Du hast jetzt mehrere Möglichkeiten:

    Wenn du eine Messung mit Audyssey gemacht hast (Multeq-App auf Handy oder Multeq-X-App unter Windows), kannst du vom Skript aus diesen Dateien die Messdaten extrahieren lassen und importierst diese in REW. Ist in den anderen Videos mehrfach gezeigt. Es bietet sich an, vor den gesamten Berechnungen die originalen Messdaten mit REW zu speichern, so dass man für spätere Versuche sich diesen Schritt sparen kann.


    Also ich hab mal heute morgen etwas mit dem Skript gespielt. Da ich aktuell nicht zu Hause bin, kann ich weder Gegenmessen oder Hören, das muss noch warten.

    Ich habe ein 4.1.2 Setup, 4 Subwoofer sind per MSO eingemessen und hängen über ein MiniDSP am Receiver. Die Boxen auf der unteren Ebene sind 4 identische Standboxen, die mangels Platz wandnah aufgestellt sind. Dadurch kommt es insbesondere in der Front zu einer massiven Überhöhung im Bassbereich. Neuron trennt FL,FR bei 250 Hz, SLA,SRA bei 200 Hz und meine kleinen Eigenbautops bei 90 Hz. Ich hab versucht mittels Penalty das Ergebnis zu beeinflussen (80 Hz = 1, alles andere auf 10 und dann umgekehrt). Für die 4 Standboxen hat dies keinerlei Veränderung gebracht, die Trennfrequenzen bleiben gleich. Kann natürlich sein, dass bei mir der Verlauf so schlecht ist, dass die Penalty noch höher gesetzt werden müsste.

    Was mich jedoch wundert, im Log-File prüft das Skript die FL,FR lediglich bei 180 und 250 Hz, SLA, SRA bei 150, 180, 200 und 250 Hz, TML,TMR bei 90, 100, 110, 120, 150, 180, 200, 250 Hz. Ich kann nicht nachvollziehen, ob das Skript die anderen Frequenzen gar nicht geprüft hat oder die im Vorfeld schon als zu schlecht bewertet und daher gar nicht analysiert hat.

    Ich würde vermuten, dass er mit Penalty (Strafe) eine Gewichtung vornimmt, wobei höhere Werte eher schlechter sind.

    Schließlich ist der Bereich um 80 Hz typischerweise sehr gut geeignet, weswegen THX 80 Hz auch als Standard definiert hat, hier beträgt die penalty 1. Bei 250 Hz ist die penalty bei 4.15. Diese Frequenz ist so hoch und macht Probleme mit der Ortbarkeit, so dass man hier eigentlich nicht trennen möchte. Aber kann man mal ausprobieren, in dem man einmal alle Werte bis auf eine Frequenz hoch setzt, also z.B. alles außer 80 Hz auf 4 und dann ein 2. mal mit invertierten Werten. Bei einer der beiden Berechnungen sollte dann 80 Hz rauskommen. Eventuell ist 4 als penalty noch nicht hoch genug.

    Die Frage mit den Subwoofern hatte ich mir nach dem Schauen des Videos auch schon gestellt. Audyssey misst mit SubEQHT alle Subs an der Referenzposition, ermittelt Delay und Pegel und misst dann nur noch das Summensignal für alle Subwoofer zusammen. Vor einigen Jahren war dies Stand der Technik und von Kanälen wie Audioholics vorgeschlagen/gefordert. In dem Post im AVS Forum scheinen die verglichenen *.ady -Files nicht exakt identisch. Daher wäre ich mir nicht sicher, ob dies wirklich nur der Unterschied zwischen der Multeq-App auf Android/iOS.

    Die Aussage von Serko zu n Subwoofern und n-1 Messungen macht daher eigentlich keinen Sinn, denn unabhängig von der Subwoofer-Anzahl sollte es im Standard-Modus immer nur 1 Summensignal geben. Allerdings weiss man auch nicht immer, was die Apps davon machen. Bei mir haben 3 von 4 Subwoofern die gleiche commandID SWMix4, 1 Sub eine commandID SWMix3. SWMix 1 und 2 gibt es garnicht.

    Das bedeutet aber auch, dass lediglich umbenennen der commandID nicht reicht, es müssen dann auch mindestens die Messdaten in die anderen Einträge kopiert werden. Ob das Skript dann 4 identische Subwoofer-Signale akzeptiert, kann ich nicht sagen. Grundsätzlich ist eine Korrektur auf dem Summensignal durchaus okay und kann Neuron auch ruhig rechnen. Man sollte dann jedoch vorher für die 4 Subs identische delay und Pegel im Mess-File eintragen und muss diese dann nach der Kalibration entsprechend korrigieren. Ist aber sicherlich alles eher etwas experimentell und man wird um Nachmessungen nicht drum herum kommen.

    Master: Dank dir. Hatte etwas zu kämpfen, bis die VPN-Einstellungen und alles gepasst hatten. Allerdings darf ich nicht die IP-Adresse mit führenden 0 angeben, sonst werden die Zahlen nicht richtig interpretiert.


    Also wer mit Neuron herumspielen möchte und einen Mac mit Parallels verwendet:

    Die Neuron-Dateien müssen in ein Verzeichnis unter Laufwerk C kopiert werden. Mac-Verzeichnisse, die unter Parallels verfügbar gemacht werden gehen nicht.

    Wer noch nicht die Visual C++ Runtime installiert hat, bekommt dll Fehlermeldungen.

    Falls es dann Probleme mit dem Finden des AVR gibt, das Skript Generate configuration from your exisiting setup.bat editieren.

    Die Zeile muss dann lauten: odd.wtf gen --ip xxx.xxx.xxx.xxx

    Man kann noch fürs Debugging in die nächste Zeile folgenden Wert eintragen: pause

    Dann wird das Fenster nicht automatisch geschlossen, sondern man muss noch eine Taste drücken. Sieht dann aber entsprechende Fehlermeldungen.

    Wenn das Skript den AVR nicht findet, unbedingt cmd.exe öffnen und mit ping xxx.xxx.xxx.xxx überprüfen, ob der Receiver auch erreicht werden kann. Dabei darauf achten, dass der Ping-Befehl dann auch wirklich die richtige IP-Adresse verwendet, am Besten führende 0 weglassen und Zahlen > 9 nicht auf 3 Stellen aufblasen (09, 009, 010....099) sondern nur mit der richtigen Stellenanzahl schreiben (9, 10, .... 99).

    Wir sind gerade im Auto unterwegs, daher hab ich etwas Zeit zum Spielen :)
    Bei Start der Transfer...bat kommt die Fehlermeldung, dass CMD keine UNC-Laufwerke unterstützt. D.h. die Dateien dürfen nicht auf einem Mac-Verzeichnis liegen, auf das über Parallels drauf zugegriffen wird. Werden die Dateien im Explorer in ein Verzeichnis auf Laufwerk C kopiert startet das Batch-File, findet aber natürlich keine OCA-Datei bei mir.

    Bei Start der Generate...bat kam dann der Hinweis, dass einige dlls fehlen. Diese gehörten bei mir zu Visual C++. Nach Installation der Runtime funktionieren die Batch-Files anscheinend erstmal. Mal sehen, ob ich per VPN den Receiver auswählen kann. Leider kann man in dem Batch-File anscheinend die IP-Adresse nicht direkt händisch eintragen. Das könnte aus Parallels noch zum Problem werden.

    Ok schade. Mir klingt die Einmessung etwas zu scharf im Hochton, da hätte ich gerne eine Möglichkeit gehabt das einfach ein Stück weit anzupassen ohne direkt alles zu korrigieren.

    Doch, das geht. Du kannst es ausprobieren, ob es dir akustisch besser gefällt oder nicht. Nexus ist aber nicht primär darauf ausgelegt.

    Die Endfrequenz wird über den Parameter endFrequency eingestellt und steht in der Infobox (287 ist Standard). Dort steht auch, dass der Maxwert bis 1000 betragen darf/soll. Wenn du das Skript weiter nach Endfrequency durchsuchst, kommt dann eine Stelle mit folgendem Eintrag: if (endFrequency > 1000) (endFrequency = 1000) ;

    An der Stelle werden Frequenzen > 1000 einfach hart auf 1000 zurück gesetzt. Wenn du den Parameter 1000 entsprechend anpasst, kannst du das Limit damit auf den von dir gewünschten Wert anpassen. Du kannst die von Nexus berechneten Filter auch über die Multeq-X App auf den Reciever übertragen und hast dann dort die Möglichkeit recht einfach weitere Filter pro Kanal zu definieren. Wenn du das Skript pausierst, bevor die Daten exportiert werden (Breakpoint setzen), kannst du natürlich auch in REW noch die Nexus-Filter entsprechend modifizieren.


    Gerade das Video zu Neuron gesehen. Leider werde ich erst nach Neujahr dazu kommen, damit herum zu spielen. Vielleicht laufen bis dahin dann die batch-Files aus Parallels. Klingt auf alle Fälle sehr interessant mit den AllPass-Filtern, wobei diese wohl nicht ganz einfach in der Anwendung sind. hanspampel: was war denn bei dir das Problem mit den Batch-Files? Hat es den Receiver nicht gefunden?

    Benson:

    Der Lautsprecher wird doch korrigiert. Nicht viel, und eher im Bereich, wo man es weniger erwartet. Um beurteilen zu können, was das Skript macht, musst du dir in REW mal die Kurven anschauen:

    RHRo: gemittelte Messung des LS

    TargetCurve: Zielwert, auf den korrigiert werden soll

    RHRchannel: korrigierter Lautsprecher mit Bassmanagement, d.h. inklusive Frequenzgangerweiterung mit dem Subwoofer

    RHR: der berechnete Filter nur für den Lautsprecher

    LFEchannel: korrigierter Subwoofer

    SW1: Filter für den Subwoofer.


    Eigentlich sollte der Bass in SW1 korrigiert werden. Das das Skript jetzt den Kanal bei 20 Hz um + 2 dB angehoben hat, ist komisch. Läuft der Kanal als Fullrange? Du kannst natürlich auch gerne deine REW-Datei hier oder per PN hochladen.

    Hat eigentlich mal jemand Dirac gegen A1 Evo Maestro / Nexus getestet?

    Ja, habe ich. Schau mal im Nexus Thread ab Post 178.


    Ich kann nur für mein Heimkino sprechen. Ich habe andere Berechnungen gesehen, die deutlich besser aussahen als bei mir. Gruppenlaufzeit und Phase sind bei mir nicht ideal. In wieweit sich dies akustisch äussert, oder die Berechnungen beeinflusst, kann ich nicht sagen. Um die verschiedenen Systeme/Philosophien fair miteinander vergleichen zu können, war für mich wichtig, die Rahmenbedingungen möglichst identisch zu wählen. D.h. Target Curve und Korrekturbereich wurden soweit möglich identisch vorgegeben und nach der Einmessung die Lautstärken korrigiert und angepasst. Als Referenz hab ich dafür FL+FR verwendet und dann die anderen Lautsprecher entsprechend mit korrigiert. So bleiben die relativen Pegel untereinander erhalten, aber die einzelnen Einmessungen können mit einander verglichen werden.


    A1 Evo / Nexus sind okay, aber definitiv für mich nicht der heilige Gral. Musik, insbesondere Stereo, höre ich aktuell mit Audyssey Multeq-X und Dolby Atmos Music TargetCurve, Filme schaue ich mit Dirac DLBC und Storm Audio TargetCurves.

    Die Gründe dafür sind wie folgt:

    In meinem Keller sind die Frequenzgänge der Boxen nicht ideal. Daher hat es für mich akustisch Vorteile, wenn ich auch oberhalb der Schröderfrequenz korrigiere. Dies wird umso wichtiger, je mehr man mehrkanalig unterwegs ist und vielleicht noch verschiedene Lautsprecher verwendet. Das Skript für Nexus kann man zwar so editieren, dass auch bis 20 kHz korrigiert wird. Hat mich dann aber vom Ergebnis weniger überzeugt. Zusätzlich ist bei Nexus die Ankopplung der Subs am Schlechtesten.


    Der Nachteil bei DLBC (und BassManagement) ist, dass man Delays und Pegel, etc. nicht mehr nachträglich im Setup editieren kann. Bei mir habe ich sehr häufig das Problem, das nach einer Einmessung das Stereoimage nicht perfekt zentriert ist, sondern ca. 7 - 10 cm nach links versetzt. Man kann dann über Pegel oder Laufzeit das Centerimage zurück in die Mitte schieben. Bei Audyssey und Dirac Live sind es 2 - 3 Klcks in der kleinsten Auflösung (ms (Dirac Live) oder m (Audyssey)). Bei DLBC kann man jedoch nur unter Optionen Kanalpegeländerungen machen, dort benötige ich dann ca. 3 dB mehr Pegel. Die Lautsprecher sind gleichlaut eingemessen. 3 dB auf dem einen Kanal ist dann etwas heftig. Auch bilde ich mir ein, dass die Musik irgendwie "einrastet", wenn das Image per delay in die Mitte geschoben wird. Kann das schlecht beschreiben, würde das aber auf das Timing schieben. Daher lasse ich bei DLBC das Ergebnis so wie es ist. Bei Film fällt mir der leicht versetzte Phantomcenter nicht so auf wie bei Musik, dafür ist der Bass mit DLBC nochmals deutlich besser als mit Audyssey.

    DukeFelix: Gern geschehen. Tut mir leid, eine obere Grenzfrequenz für Audyssey One kann ich dir leider nicht empfehlen. Audyssey One ist nach meiner Einschätzung recht empfindlich, was die gewählte Targetcurve und Grenzfrequenz angeht. Wie man ja auch oben schön gesehen hat, kann bei einer Änderung um 2 Hz mit einem Mal die Berechnung völlig andere Werte ausspucken. Auch wenn ich bei mir mit verschiedenen Targetcurves rechnen lasse, kommen völlig verschiedene Trennfrequenzen und Subwoofer-Setings heraus. Hier sind Audyssey und Dirac in der Berechnung meiner Ansicht nach deutlich robuster, aber anderes Thema.

    Für eine Nachhallzeit von 600 ms wäre die Schröderfrequenz irgendwo bei 227 Hz, bei 300 ms bei 167 Hz. Welche Nachhallzeit hast du bei dir in deinem Raum überhaupt erzielt? Vermutlich ist die auch nicht über den Frequenzbereich konstant, sondern zu tiefen Frequenzen hin ansteigend. Welche Nachhallzeit nimmst du jetzt also für die Berechnung der Schröderfrequenz? Oder gilt diese nur, wenn der Raum akustisch so top behandelt ist, dass der Nachhall für alle Frequenzen konstant ist? Die Schröderfrequenz ist aus meiner Sicht einfach eine Hausnummer, ab der sich das Übertragungsverhalten im Raum anfängt zu ändern. Und diese Änderung geht nicht sprunghaft von unterhalb hü und oberhalb hott, sondern eher stetig und vermutlich auch nichtlinear. Häufig wird für die Schröderfrequenz ca. 250 Hz für typische Räume genannt. Für unsere Zwecke ist das meiner Ansicht nach völlig ausreichend, weil es hier einfach nur um eine grobe Charakterisierung geht.

    Wenn du jetzt A1 nur bis 167 Hz rechnen lässt, und dir das Ergebnis besser gefällt als mit 227 Hz, dann ist das vermutlich schlicht nur Zufall und auf die unterschiedliche Anbindung der Subwoofer, etc. zurück zu führen. Ich würde das definitiv nicht damit begründen wollen, dass bei deinem Raum die Schröderfrequenz jetzt mit 167 Hz richtig angenommen wurde und du bei 227 Hz schon ausserhalb der Schröderfrequenz bist. Ohne das Ganze durch Messungen zu begleiten, wirst du damit vermutlich nicht zum Ziel kommen. Mir jedenfalls fehlt an der Stelle ganz klar das geschulte Ohr, um dann die Unterschiede entsprechend korrekt bewerten und einordnen zu können.

    Sebastian87: Was hast du immer mit deinen 45 bis 105 dB? Macht bei den dargestellten Messungen überhaupt keinen Sinn. Ich wäre vermutlich auf 60 - 90 dB gegangen, weil es bei 2 - 3 Peaks unten und oben leicht abgeschnitten hat, wirklich relevante Informationen sind jedoch mit 63 - 85 dB nicht verloren gegangen. Die Messsignale bewegen sich zu 99 % zwischen 65 - 85 dB. In einem Vergleich ist es hilfreich, wenn die Skalierung gleich bleibt. das ist bei allen Diagrammen gegeben.


    DukeFelix: Wie von TobixD geschrieben: RT = reverberation time; 60 = Ablklingen des Signals um 60 dB.


    In dem Modenrechner kann man einstellen, nach welcher Norm man die Nachhallzeit zulassen will oder eine eigene Zeit definieren. Häufig liest man hier ja 300 ms, damit der Raum nicht zu trocken klingt. Dieser Wert ist aber nicht in Stein gemeisselt und hängt auch von der Grösse des Raumes/persönlichen Vorlieben ab. In einem grossen Raum erwartet unser Gehirn auf Grund der Erfahrung deutlich längere Nachhallzeiten, als in einem kleinen Raum. Möchte man Sprache gut verstehen, sind zulange Nachhallzeiten schlecht. Wird in dem Raum Musik gemacht, darf die Nachhallzeit jedoch länger sein. Für kürzere Nachhallzeiten wird somit die Schröderfrequenz niedriger.

    Für DukeFelix Raum errechnet sich bei 600 ms Nachhall eine Schröderfrequenz von 227 Hz. Mit den 300 ms dann jedoch nur noch bei 167 Hz.

    Daran erkennt man schon, dass es DIE Schröderfrequenz für einen Raum nicht gibt. Oberhalb der Schröderfrequenz ändert sich das Übertragungsverhalten des Raumes. Dies ist jedoch kein harter Cut, sondern es gibt einen breiten Übergangsbereich, der typischerweise mit 4x der Schröderfrequenz angenommen wird.

    Wichtig für uns ist, dass man Filter in diesen Bereichen unterschiedlich definieren sollte. Unterhalb der Schröderfrequenz darf man durchaus mit recht schmalen Filtern versuchen Überhöhungen und Senken zu kompensieren. Bei Senken muss man jedoch aufpassen, da diese sehr häufig durch Auslöschung hervorgerufen werden und in dem Fall eine Pegelanhebung nicht zu einem besseren Ergebnis führt. Jenseits der Schröderfrequenz sollte man Filter viel breitbandiger ausführen. Einzelne kleine Peaks und Dips sind massiv von der Messposition abhängig. Hier ist es dann eigentlich besser, mittels gewedelter Messung einen Mittelwert zu bestimmen. Es kann auch durch Fenstern der Messung der Direktschall vom Reflexionsschall separiert werden. Und es definitiv legitim, auch in diesem Bereich mittels DSP den Raum zu korrigieren, z.B. eine übermässige Hochtonbedämpfung durch eine akustisch transparente Leinwand.

    Ebenfalls bin ich der Ansicht, dass es für die Immersion bei Filmen/Musik besser ist, wenn die Lautsprecher tonal gleich klingen. Wenn man für Stereomusik die Frontboxen nicht in dem Bereich equalizen möchte, verstehe ich das. Ich würde aber Surroundboxen, erst Recht wenn unterschiedliche Lautsprecher verwendet werden, definitiv an die Frontboxen angleichen. Dies wird mit der Audyssey-Kalibration im Receiver direkt unterstützt. In den Apps, Evo, Nexus, Dirac, etc. müsste dann jedoch für die Surroundboxen der Frequenzgang der Frontboxen als Target importiert werden. Daher ist es in dem Fall deutlich einfacher, alle Boxen auf ein definiertes Target hin zu equalizen.

    Anthony Grimani geht übrigens so vor, dass er alle Boxen so einstellt, das Pink Noise aus allen Kanälen gleich klingt.


    Malki: Deine ersten beiden Messungen sind wirklich extrem interessant. Die Messungen für 202 und 204 Hz sehen erstmal praktisch identisch aus, aber auf der X-Achse um einen Offset verschoben. Dabei scheint der Abstand der Peaks optisch über den Frequenzbereich gleich zu bleiben, was bedeutet, dass der Offset frequenzabhängig ist. Hab ich so in der Form noch nie gesehen. Die Berechnung in Evo sind massiv von den Einstellungen abhängig. Hier ist die Berechnung von OCA aus meiner Sicht einfach noch nicht auf dem Niveau von Audyssey oder Dirac, um solche Berechnungen robust und reproduzierbar hin zu bekommen.


    Cocktail1978: Nein, ist alles richtig. Audyssey berechnet aus Vorher und Nachher notwendige/mögliche Filter, um den Frequenzverlauf zu erreichen. Wenn du Audyssey jetzt deine Messung zuspielst, wird die Nachher-Kurve zu deinem Target, dass Audyssey versucht zu erreichen. Du möchtest aber nicht, dass dein Lautsprecher klingt wie die Nachherkurve, sondern der Lautsprecher soll um die Nachherkurve korrigiert werden. Dazu sagst du jetzt Audyssey, dass du einen perfekten Lautsprecher hast. Somit berechnet Audyssey jetzt mit der Nachherkurve die von dir gewünschten Korrekturfilter.


    Bildschirmfoto 2024-10-14 um 18.38.51.png

    In der FAQ steht nichts davon, dass die Subwoofer anders gepegelt werden sollen. Hab die letzten 5? Kalibrationen so durchgeführt und auch die Subs auf den gleichen Pegel eingestellt.

    D.h. einmal schnell alle Lautsprecher kurz anmessen, dann die lauteren LS soweit runter ziehen, bis sie den gleichen Pegel wie der leiseste Lautsprecher haben. Danach gegebenenfalls den Masterpegel noch weiter aufdrehen.

    Da Nexus 2.0. bei mir Probleme mit dem Subwoofer-Alignment hat, habe ich meine Subs wieder per MiniDSP und Einmessung mit MSO angeschlossen und die Einmessungen wiederholt.

    Da mit MSO die 4 Subs nur als 1 Sub auftauchen, war die Messung für Nexus deutlich schneller und ich habe diesmal 7 Stellen in Anlehnung an Dirac gemessen:

    Eckpunkte eines Würfels mit MLP in der Mitte, die beiden Messpunkte hinten unten hab ich ausgelassen.

    Ich hab versucht für Dirac, Audyssey und Nexus die gleichen Positionen zu messen. Wie gehabt war die Vorgabe Dolby Atmos Music Target Curve, Nexus hab ich auf Force Weak Amp und Avoid Polarity Inversion gestellt, zusätzlich hab ich im Skript den Boost auf 10 dB hochgesetzt und auf 20 kHz angepasst. Audyssey hatte die Mains auf Fullrange gestellt, ich hab die XO dann auf 80 Hz angepasst. Dies hab ich jedoch in Multeq-X gemacht. Die Lautsprecher laufen alle auf Fullrange und das Equalizing ist auf 10 Hz eingestellt. Die XO habe ich dann unter Design Target Curve als Cut off mit 80 Hz und 4th Order eingestellt, damit sieht der Übergang zum Sub besser aus als wenn der LS auf 80 Hz gesetzt wird. Es muss einem nur klar sein, dass wenn man Audyssey ausstellt, der LS dann als Fullrange angesteuert wird.


    Bei den Vormessungen ist mir folgendes aufgefallen:

    Links sieht man die 7 Messungen für FL. Wenn ich den Vector Average bilde, liegt der deutlich unterhalb meiner eigentlichen Messungen. Von einem Mittelwert würde ich dort eigentlich nicht mehr sprechen wollen. RMS und dB average erscheinen mir wesentlich besser geeignet. Ich hab dann Nexus auch mit dem RMS average laufen lassen wollen, das Skript hat sich jedoch dabei immer aufgehangen. Wie ist denn bei euch der Vector Average im Vergleich zu den Einzelmessungen gewesen?

    FL 7pos.jpgFL averaging.jpg


    Ergebnisse:

    Vergleich für DSP aus, DLBC, Audyssey und Nexus, als Referenz nochmal die Target Curve

    FL.jpgLFE.jpg

    Dirac und Audyssey sind besonders im Hochtonbereich relativ ähnlich, Dirac forciert noch stärker auf die Target Curve als es Audyssey tut.

    Nexus liegt insgesamt im Pegel niedriger als die anderen und hat die Subs im Verhältnis um 2 - 3 dB zu leise eingestellt. OCA ist ein Gegner von DSP im Hochfrequenzbereich, daher hat er für diesen Bereich sein Skript vermutlich nicht optimiert. Man muss auch bewusst sein eingebautes Limit für 1 kHz hochsetzen, damit das Skript Fullrange optimiert. Jenseits der 3 kHz zieht Nexus den Hochton dann massiv nach unten, wesentlich stärker als es durch die TargetCurve eigentlich vorgegeben ist. Den Einbruch zwischen 300 - 500 Hz ignoriert Nexus komplett, obwohl ich den MaxBoost und OverallBoost entsprechend angepasst hatte.


    Im LFE sieht man dann schön, dass OCA der Vorgabe durch die Target am besten folgt, jedoch der Pegel gegenüber der Target ca. 4 dB zu niedrig ist.


    Hier nochmal FL mit Nexus um 2.5 dB angehoben. Der Sub zu niedrig, im Übergang dann zu hoch. Im HF-Bereich deutlich zu steiler Abfall.

    FL +2.5dB.jpg


    Hier dann nochmal die Vergleiche, womit wurde Nexus "gefüttert", was erwartet Nexus, und was hab ich hinterher real gemessen:

    FL VA zu RLP.jpgFL erwartet.jpgFL berechnet gemessen.jpg

    Durch das Vector Averaging werden die Höhen deutlich zu stark betont. Nexus berechnet die Korrektur auf die TargetCurve. Da allerdings das Signal gar nicht so stark zu den Höhen ansteigt, erfolgt dann eine Überkorrektur.


    Mit meinen bisherigen Erfahrungen:

    Es kochen alle nur mit Wasser. Nexus ist definitiv nicht fehlerfrei. Audyssey und Dirac liefern aus meiner Sicht bessere und reproduzierbarere Ergebnisse ab, als es Nexus tut. Insbesondere im Bass ist Dirac deutlich vorn. In Verbindung mit MSO kommen dann Audyssey und Nexus aber durchaus an die Performance heran, benötigen aber eventuell noch etwas mehr Fleissarbeit. Das Nexus bei mir den Bereich um 300 - 500 Hz nicht korrigiert und auch im Bereich von 80 bis 120 Hz eine deutliche Überhöhung hat, lässt sich vermutlich noch durch Änderung der Parameter im Skript beheben.


    Grundsätzlich ist die Frage, bis wohin man Lautsprecher korrigieren möchte. Meiner Meinung nach darf man auch Fullrange korrigieren. Es ist eine Frage der Definition. Der eine spricht von Raumkorrektur, der nächste von Lautsprecherkorrektur. Man sollte aber je nach Frequenzbereich durchaus anders zu Werke gehen. Im Hochtonbereich ist das Nexus-Skript eher grosszügig unterwegs, Dirac und Audyssey bearbeiten die Signale zurückhaltender. Fairer Weise muss man jedoch berücksichtigen, dass OCA das Skript nicht für Frequenzen grösser 1 kHz freigegeben hat. Man muss schon Parameter an verschiedenen Stellen bewusst editieren, damit Nexus so hoch korrigiert. Durch das Vector Averaging wird jder Hochtonbereich zusätzlich betont, so dass dadurch die Filterberechnung verfälscht wird.


    Wie bei allen anderen Automatiken gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nachträgliches Rumfummeln ist bei Nexus und Evo jedoch nicht so einfach, da man die Messdaten ja zurück ins *.ady-File bekommen muss. Alternativ lädt man die Filterfiles in Multeq-X und übernimmt die anderen Einstellungen für Delay, XO, etc.

    Weiter stört mich bei Nexus, dass bei leichter Änderung der Skript-Parameter, Target Curve, etc. Parameter wie Delay, XO, etc. anders berechnet werden. Damit lassen sich nicht in einem Speaker Preset unterschiedliche Target Curves für Film und Musik hinterlegen. Mal abgesehen davon, dass es auch physikalisch wenig Sinn macht.


    Ob Nexus und Evo jetzt der Heilige Gral sind, darf jeder selber für sich entscheiden. Andere Ergebnisse, die ich gesehen habe, sahen besser aus als bei mir. Der Aufwand, der bei Audyssey und Dirac getrieben wurde/wird, um eine robuste und zuverlässige Lösung hin zu bekommen, ist für eine Einzelperson wohl eher nicht zu realisieren. Zumal OCA auch nicht die tiefen Einblicke/Möglichkeiten in den DSP hat, siehe schon alleine den Aufwand um die LS messen zu können. Höchsten Respekt dafür, was er trotzdem hier auf die Beine gestellt hat.

    Wenn wir schon Haare spalten:

    Var ist nicht der Graph, sondern die Glättung/Filterung des Graphen.


    meisterrp: Wenn ich Messdaten darstelle, hängt es etwas davon ab, was ich darstellen möchte:

    Wenn ich Vergleiche darstellen möchte, orientiere ich mich am Minimum und Maximum innerhalb meines Vergleichs. Dann behalte ich aber gerne die Skalierung bei, so dass man bei verschiedenen Graphen nicht immer erst wieder auf die Skala schauen muss. Das kann dann dazu führen, das bei einigen Graphen die Auflösung nicht ideal ist.


    Wenn Min- und Max feststehen, dann sollte man die Skalierung so wählen, dass der zur Verfügung stehende Bereich gut ausgenutzt wird und die Skalierung halbwegs sinnvoll zu lesen ist.

    Bei dir ist der relevante Signalpegel im Bereich von 40 dB bis vielleicht 82/85 dB. Sofern du nicht vorhast, im selben Vergleich noch höhere Pegel zu zeigen, würde ich hier bis auf 85 oder 90 dB begrenzen.

    Folgende Ergänzungen:

    Multeq-X: Ja, die Software bietet extrem viel Einstell- und Korrekturmöglichkeiten, deutlich mehr als Dirac. Für den Subwoofer hat Audyssey jedoch den extrem grossen Nachteil, dass man nicht die Subs einzeln korrigieren kann. Es werden an der 1. Position alle Subs einzeln und zusammen gemessen und danach nur noch das Summensignal gemessen. Dies ist zwar ein gängiges Verfahren und wurde vor einigen Jahren so auch von diversen Youtubern befürwortet/gefordert, limitiert aber damit die Eingriffsmöglichkeiten.

    Für Multisub-Anwendungen ist also ein externer DSP extrem vorteilhaft. Dies gilt auch für A1 Evo und A1 Nexus. Übrigens können die berechneten Korrekturfilter auch problemlos in Multeq-X eingebunden werden. Somit hat man dann auch die Möglichkeit, für Reference und Flat verschiedene Filter zu hinterlegen, sofern sich natürlich die Konfiguration (Delay, XO) nicht ändert.


    Dirac in Verbindung mit DLBC bietet out of the Box die beste Subintegration, limitiert aber zusätzlich die Korrektur der Delays. Dirac optimiert das Impulsverhalten, was mit den anderen Tools nicht möglich ist.


    Audyssey App: Diese bietet erstmalig die Möglichkeit, umfangreich auf den DSP zuzugreifen und eigene Parameter, etc. vorzugeben.

    A1 Evo und Nexus: Alles was OCA bislang in Evo und Nexus umgesetzt hat, kann man selber auch händisch durchführen. Seine älteren Videos zeigen auch, was er dort macht, bzw. wie man die Daten in die App zurück bekommt. Als Script ist das ganze natürlich deutlich vereinfacht und reduziert das Fehlerrisiko.


    Persönlich bin ich nicht von allem überzeugt, was und wie OCA es macht. Aber wenn man 10 Experten fragt, hat man hinterher 20 verschiedene Meinungen :shock:

    Man muss halt für sich das rausfiltern, was schlüssig und überzeugend klingt und was man dann selber umsetzen will.

    Nexus 2.0 bricht bei mir bislang immer ab. Delay für Subwoofer ausserhalb des möglichen Bereichs.


    Bislang ist mein Start mit Nexus noch recht harzig. Von Rund-um-sorglos ist es bei mir jedenfalls noch deutlich entfernt.

    Den Thread kenne ich tatsächlich


    Ok, wenn man 40cm für den Center, plus 25cm+ für den Abstand zum Tuch rechnet dann wird das aber schon ein ganz schöner „Klotz“ der da halb im Raum steht… :blush:

    Das ist so. Da bei mir die Platzverhältnisse deutlich stärker limitiert sind als bei dir, war damit die gelochte Folie sowieso raus.


    Meinen Center hab ich dann sanft aber bestimmt mit der Kreissäge bearbeitet, die Frequenzweiche dann mittels MiniDSP und 2-Kanalendstufe umgesetzt. Der LS hat aber eine geschrägte Front. D.h. hier werde ich mittelfristig irgendwann auf andere LS gehen mit Schwerpunkt auf flach, ideal bis 10 cm Gehäusetiefe, um die Leinwand dann ein Stück weiter zurück setzen zu können.


    Und wie gesagt, bei dir hast du ja auch nicht unbegrenzt Platz und die Mains müssen auch noch irgendwo hin. Wenn du die Leinwand weiter vorholen und grösser werden möchtest, würde wohl eine 21:9 Leinwand Sinn machen und die Mains dann auch dahinter. Aber flachere LS würden dir dann wirklich massiv Platz sparen. Ob und wie weit du dann gehen möchtest...

    https://pixelht.com/25-acousti…ls-reviewed-and-measured/


    Hier sind verschiedene Tücher bei 4" und 12" Abstand gemessen worden, es wird dort auch nochmal eine Studie verlinkt, in der Abstände ab 2 cm und verschiedene Winkel untersucht wurden. Gewebte Tücher sind wie gesagt weniger kritisch, da diese mehr oder weniger vollflächig transparent sind. Bei gelochten Folien ist der Abstand dann wichtiger, damit sich der Schall schonmal ausbreiten kann und somit mehr Fläche und mehr Löcher an- bzw. durchstrahlt. Ich glaube, hier werden so 20 - 30 cm als Minimum angesehen. Hängt natürlich auch vom Lautsprecher ab. Eine 1" Kalotte wird hier auch schon mehr Probleme haben, als ein Hornlautsprecher mit entsprechend grosser Schallaustrittsfläche.


    In dem Thread geht es um die Tücher von XY screens. Musst du mal quer scrollen. Es sind einige interessante Posts drin gewesen, halt etwas verstreut. Auf Seite 94 wurde auch über das Soundmax gesprochen.


    Ich muss mal heute Abend schauen, ob und wo ich die Samples habe. Mit dem Soundmax bin ich nicht ganz so pfleglich umgegangen. Ich schick dir dann eine PN.

    meisterrp: Das Problem sind bei dir nicht die Tops, sondern die Subwoofer. Diese würde Nexus gerne weiter absenken, ist aber schon bei -12 dB angekommen.

    D.h. du könntest in deinem Datenfile in REW das Subwoofersignal um 5 dB reduzieren und dann schauen, was Nexus damit berechnet. Du müsstest dann alle anderen Kanäle um 5 dB anheben, was ja aber kein Problem darstellt. Du solltest definitiv mal nachmessen, was unterm Strich heraus kommt. Bei mir hat Nexus die Subs viel zu leise eingestellt und ich musste sie nachträglich noch im Pegel anheben.