Beiträge von FoLLgoTT

    Auch der Hinweis, dass wir fast 10 Jahre vor WaveForming bereits mit der Implementierung von Bass-Arrays begonnen haben, löst dort gerne ungläubiges Staunen (und interessante Diskussionen) aus. :zwinker2:

    Das Originalpaper von Anselm Görtz und Markus Wolf ist sogar schon von 2003 und wenige Jahre danach wurde im Visaton-Forum das erste DBA privat implementiert. Insgesamt waren "wir" Deutschsprachigen also noch sehr viel früher dran. :)

    Die Europäer hätten den Film drehen sollen, dann wäre er bis zum Ende interessant gewesen. Siehe zum Vergleich "Speak no Evil". So aber zieht der generische und nur mäßig spannende Horroranteil den Film für mich runter, was ziemlich schade ist. Denn das Thema ist definitiv interessant und auch nicht zu oberflächlich.

    Gehört zwar eher in den Linienstrahler-Thread: die Wisdom L8i ist zu kurz, um eine echte Zylinderwelle mit den inhärenten Eigenschaften über einen breiten Frequenz- und Raumbereich zu erzeugen. Selbst mit Bodenreflexion. Ein häufiger Fehler bei Lautsprechern, die Linienstrahler genannt werden. Die starke vertikale Richtwirkung ist natürlich vorhanden. Man sollte nur genau wissen, was man haben möchte. Für die gewünschten -3 dB pro Entfernungsverdopplung runter bis 100 Hz und größerem Abstand muss das Ding halt länger sein.

    Ich hatte damals ja versucht, das DBA ein wenig in die Welt hinauszutragen. Ich hatte aber den Eindruck, dass vor allem Menschen außerhalb der USA daran Interesse gezeigt haben. Zumindest die Anfragen per PN kamen von überall. Das ist halt ein ziemlich deutsches Ding und solange es amerikanische Profis nicht annehmen, hat es keine hohe Reputation. Ist mir dann irgendwann auch egal geworden. Die Informationen sind bei Wikipedia auch in Englisch vorhanden. Soll jeder damit machen, was er will. :zwinker2:

    Beamer & Leinwände. würde mir einer von euch Cracks bitte erklären, für was "ADL" steht bzw. was es ausgeschrieben heißt?

    ADL = Average Display Luminance, damit ist die Durchschnittshelligkeit gemeint, die das Bild besitzt. Der Kontrast ist kein statischer Parameter, sondern eine Funktion der ADL. Er sinkt mit steigender ADL. Genauer: es wird durch Streulicht im Projektor (und Raum) je nach ADL ein Wert draufgeschlagen, der sich vor allem auf die unteren Stufen überproportional negativ auswirkt.


    Es gibt ein Tag hier im Forum mit diversen Messungen zu dem Thema. Kurz gesagt: die meisten Filmbilder besitzen eine viel niedrigere ADL als man erwarten würde. Somit ist das was Aries und pillepalle123 geschrieben haben, korrekt. Der untere ADL-Bereich ist relevant.

    Aber wir sind uns alle einig, dass das Eindrehen von Lautsprechern einen gut Merkbaren Unterschied macht, oder?

    Ja, was aber wohl mehr an der Richtwirkung im Hochton und der anderen (günstigeren) Gewichtung seitlicher Reflexionen gegenüber dem Direktschall zu tun haben dürfte. Das Thema können wir gerne auslagern. Gehört ja nicht wirklich hierher.

    Hmmm … zum einen wird der Pegelunterschied als quasi irrelevant bezeichnet, aber das Eindrehen bewirkt etwas. Das Eindrehen beeinflusst aber nur die Pegel, nicht die Laufzeiten … die Antworten überzeugen noch nicht ganz.

    Mach einfach mal den Test und prüfe, wie viel unterschiedliche Pegel ausmachen und wie viel die Laufzeit. Ich denke, dann wird klarer, dass eine Pegelanpassung um 1 oder 2 dB eher homöopathische Wirkungen besitzt. Man muss schon ordentlich Pegel draufklatschen, um eine zur Laufzeitdifferenz äquivalent verschobene Lokalisation zu erreichen.

    Das Eindrehen von Lautsprechern kann zwar einiges bewirken in der Richtung, aber halt auch nur in einem gewissen Rahmen.

    Schallführung und Eindrehen kann man ja so auslegen, dass der Pegel möglichst über die gesamte Breite konstant ist (bis auf den Center natürlich). Ich halte das Ziel aber für nicht wirklich notwendig. Die Laufzeitendifferenzen wiegen bei der Lokalisation viel schwerer und die können wir gar nicht für alle Sitzplätze ausgleichen. Insofern reicht es auch, wenn der Pegel halbwegs gleich ist. Er schwankt durch die Entfernungsdifferenzen ohnehin nicht sehr stark, sofern sich die Sitzreihe nicht zu nah am Lautsprecher befindet. Und dafür reicht es, die Schallführung so auszulegen, dass der Abstrahlwinkel alles abdeckt.


    Lustigerweise habe ich in letzter Zeit auch viel mit dem GRS-Magnetostaten rumgespielt und simuliert, da ich gerade die Linienstrahler für mein Wohnzimmer entwickle. Die Dokumentation mit viel Grundlagenforschung ist jetzt schon über 30 Seiten lang. Wenn es soweit ist, werde ich sie veröffentlichen. Gehört wohl eher in "Was tut sich in euren Wohnzimmern?"... :)

    When Evil Lurks (Amazon)


    Es handelt sich um einen argentinischer Horrorfilm, in dem zwei Brüder in einer abgelegenen Gegend einen Besessenen finden. Sie wollen den Mann loswerden, werden den Fluch dann aber leider nicht los. Die Story ist also sehr simpel und eigentlich schon tausendmal erzählt. Allerdings nicht unbedingt in dieser Weise. Man weiß häufig nicht so wirklich in welche Richtung es geht. Besonders ist hier nur nur das Herstellungsland und der teilweise befremdlich anmutende Aberglaube. Sondern auch die Tatsache, dass der Fluch auch vor Hunden und Kindern nicht Halt macht. Das war durchaus positiv. Spannung baute sich auch auf, die erste Hälfte war recht dicht und flott. Dann verliert der Film ein bisschen an Fahrt. Insgesamt aber kein schlechter Horrorfilm.


    Film: 3+

    Ein Erklärbär ist für mich einer, der mir im Film erzählt

    naja unbekannt ist Regisseur hierzulande späteres seit Poor Things nicht mehr

    Seine Rezension stammt aus dem Jahr 2011, da gab es nur "Dogtooth". :zwinker2:


    Das ist auf jeden Fall einer der Filme, die bei mir hängengeblieben sind. Und das ist ein Qualitätsmerkmal. So wunderlich "Dogtooth" auch ist.

    Vom Genre würde ich sagen ist es kein Horror, sondern ein Thriller im Stile eines Kammerspiels.

    Dem stimme ich zu. Man sollte kein Horror erwarten. Der Film ist durch die vielen Dialoge und Erklärbären leider nur mäßig spannend. Er behandelt zwar ein durchaus interessantes Thema mit Dialogen über dem Durchschnittsniveau und weiß auch weitestgehend zu fesseln. Aber irgendwie fehlte mir etwas zu einem wirklich guten Film. Das Ende...


    Film: 3+

    Warum ist eine 4k Disc denn schlechter als z.B. Netflix?

    Es ist genau umgekehrt. Feines Filmkorn ist ein Merkmal für eine qualitativ hochwertige Umsetzung. Bei Netflix wird das Rauschen herausgefiltert, um Bandbreite zu sparen.


    Du kannst mit entsprechenden Filtern/Prozessoren das Rauschen auch filtern, wenn du es unbedingt möchtest. Aber es gehört grundsätzlich zu diesem Film (und vielen anderen) dazu.